Syttende maj

Der heutige 17. Mai ist nicht nur norwegischer Nationalfeiertag und Tag der Esel in Kenia.

Es ist auch die 60-Jahr-Feier von einem Kollegen und mir – also jeder 30. Sollte eine Leserin oder ein Leser zufällig in der Nähe sein, kann er oder sie gern ab 7 heute Abend vorbeischauen. Wegbeschreibung hier.

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Imperiet - C.C. Cowboys

[Videolink](http://youtube.com/watch?v=W3QxXNXZr-4)

Über Joakim Thåström, den Frontmann von Imperiet, habe ich vor längerem schon einmal ausführlich geschrieben und ich kann nur wiederholen, wie wichtig er für die neuere schwedische Musikgeschichte war und ist. Das “C.C.” im Liedtitel steht für Coca Cola und die Coca Cola Cowboys versinnbildlichen den amerikanischen Imperialismus, von dem dieses Lied handelt.

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Tvättstugor

Über die in Schweden sehr üblichen gemeinsamen Waschküchen wollte ich auch einmal schreiben, habe es dann aber wieder vergessen. Jetzt kam mir Wimzie zuvor – auch gut.

Anstatt der elektronischen Reservierung gibt es auch “analoge” Systeme, zum Beispiel mit einem Schließzylinder, den man in das entsprechende Brett neben der Waschküche einsetzt und so seine Zeit markiert. In der Studentensiedlung, in der ich wohne, sind die Waschküchen generell ohne Reservierung und man geht auf gut Glück hin. Da ich (relativ) früh aufstehe, habe ich eigentlich nie Probleme, freie Maschinen zu finden.

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Blåtand

Wenn es um Computer und Technik geht, wimmelt es im Deutschen von englischen Lehnwörtern. Oft macht man sich einfach nicht die Mühe, Begriffe zu übersetzen. Dazu kommt, dass deutsche Wörter in diesem Zusammenhang gern als altbacken wahrgenommen werden. Das mag man gut oder schlecht finden.

In der schwedischen Computersprache gibt es zwar auch zahlreiche Leihwörter, aber auch einige nette Übersetzungen von Begriffen. Es folgen ein paar Beispiele; in Klammern jeweils die wörtliche Rückübersetzung ins Deutsche:

  • “Bluetooth” ist blåtand (“Blauzahn”).
  • “Software” ist mjukvara (“Weichware”) oder auch programvara (“Programmware”)
  • Ein “Mousepad” ist eine musmatta (“Mausteppich”).
  • “Laptops” sind bärbara datorer, oft einfach en bärbar (“ein Tragbarer”) abgekürzt.
  • Analog dazu ist ein “Desktop” en stationär (dator).
  • Das “Mainboard” oder “Motherboard” ist eine moderkort (“Mutterkarte”).
  • Eine “Firewall” ist eine brandvägg (“Feuerwand”).
  • Ein “Player” wie in DVD-Player oder MP3-Player wird generell *spelare* (“Spieler”) genannt, man sagt also *M-P-tre-spelare*.

    Wie gesagt gibt es im Schwedischen auch viele Beispiele, wo man das englische Wort verwendet (*switch, server, router, scanner* etc.), aber man übersetzt eben auch gern wo es geht. Diese schwedischen Wörter werden dann auch bevorzugt verwendet und haben keinen seltsamen Beiklang. Weitere Beispiele sind wie immer in den Kommentaren willkommen.
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Sparv

Spatz

Aufs Bild klicken für eine größere Version. Das ist eins der ersten Fotos mit der neuen Kamera, als ich gestern Abend draußen war zum Testen.

Nachtrag: Ein Bekannter hat mich gerade darauf hingewiesen, dass das genauer gesagt ein pilfink ist, zu deutsch “Feldsperling”. Sparv ist wie das deutsche “Spatz” ein umgangssprachlicher Überbegriff für Kleinvögel, vor allem Sperlinge. Wieder was gelernt.

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Bösewicht Schweden?

Schweden ist ein Musterland in vielen Bereichen und wird deswegen auch vom Ausland oft gelobt. Natürlich herrscht hier kein perfektes Paradies, aber es ist eben besser als in den meisten anderen Ländern. Neulich führte Schweden erst wieder eine internationale Studie als bestes Land für Mütter an.

Als vorbildlich wird auch immer wieder die großzügige Einwanderungs- und Asylpolitik dargestellt, die hier ja auch schon des öfteren erwähnt wurde. Doch gerade bei diesem Thema gibt es berechtigte Kritik am schwedischen Vorgehen. Die Definition eines “bewaffneten Konflikts”, in den nicht abgeschoben werden darf, ist nämlich so eng, dass sie den Irak und Afghanistan nicht einschließt. Wenn der Asylbewerber also keine direkte Bedrohung für seine Person nachweisen kann, wird abgeschoben.

Auch bei Ländern wie Eritrea und den Iran, in die die Mehrheit der westlichen Länder keine Menschen ausweist, sieht Schweden weniger ein Problem. Zusätzlich besteht Schweden auf der EU-Regel, dass in dem EU-Land Asyl beantragt werden muss, das ein Suchender zuerst betritt. Das ist ein Problem im Fall von Griechenland, das “seine” Asylbewerber in Lager steckt und generell nicht so behandelt, wie man sich das von einem EU-Land wünschen würde. Deswegen wenden viele EU-Länder diese Regel des ersten betretenen nicht auf Griechenland an – Schweden schon.

Besonders hässlich finde ich einen aktuellen Gesetzesvorschlag, der die Gleichstellung bei der Gesundheitsversorgung für “papierlose” Menschen, die in Schweden leben und sich teilweise verstecken müssen, abschaffen will. Gegen diesen Vorschlag scheint sich aber viel Widerstand zu regen.

Wenn man sich die Einwander und nicht die Asylsuchenden anschaut, gilt, dass Schweden hier zur Zeit eine sehr offene Politik hat. Der Wirtschaft geht es gut und man braucht Arbeitskraft. Wer innerhalb einer Frist in Schweden Arbeit findet, darf bleiben. Ob das Menschen wirklich der Willkür der Arbeitgeber ausliefert und das Asylsystem unterminiert, wie einige befürchten, kann ich nicht beurteilen, aber ich hoffe, dass Schweden nicht die gleichen Fehler bei der Integration seiner Gastarbeiter macht wie Deutschland während des Wirtschaftswunders.

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Present till mig själv

Ich konnte es nicht lassen: Nach vier glücklichen Jahren mit meiner Nikon D70, habe ich mir heute morgen den Nach-Nachfolger zugelegt, eine D300. Es wird bald also noch bessere Fotos auf Fiket geben. Oder auch nicht, denn die Kamera spielt ja keine Rolle.

Ich verbuche das einfach als nachträgliches Geburtstagsgeschenk an mich selbst, schließlich bin ich letzte Woche 30 geworden.

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Ältester Baum der Welt in Schweden

Seit ein paar Wochen macht in Schweden die Meldung die Runde, dass man in Dalarna den ältesten Baum der Welt gefunden hat – eine Fichte mit stolzen 9550 Jahren. Dieser Baum und einige in seiner Nähe, die auch ein stattliches Alter vorzuweisen haben, scheinen schnell zur Touristenattraktion zu werden.

Radio Schweden nimmt mir wieder einmal die Arbeit ab, die schwedischen Berichte zusammenzufassen:

Fichten können sich vermehren, indem sie Äste im Boden zu Wurzeln verwandeln. Damit schaffen diese Bäume exakte Kopien von sich selbst. [...] Dadurch, dass die Pflanze mal als niederes Gebüsch und mal als Baum wuchs, konnte sie sich den jeweiligen klimatischen Gegebenheiten der verschiedenen Epochen anpassen.

Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen.

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Norwegische Elektroautos

Ich hoffe zwar, dass ich nie wieder ein Auto brauche, aber wenn, dann wollte ich so etwas wie das was die Norweger gerade auf die Beine stellen. Der Think City ist klein, schick, braucht auf 100km etwa 3 Euro Strom und kommt mit einer Ladung knapp 200 Kilometer weit. Die Serienproduktion läuft, ab Mitte des Jahres wird in Norwegen auch an Privatpersonen verkauft und etwas später auch in Schweden. Bilder und mehr Text zum Think hat Technology Review.

Die Vorteile eines solchen Autos sind mehrere. Neben dem offensichtlich niedrigeren Verbrauch und der höheren Energieeffizienz entstehen keine Abgase und kein Lärm in den Städten. Natürlich muss der Strom irgendwo herkommen, aber da gibt es mittlerweile bessere Alternativen, als Öl zu verbrennen. Die Welt hat weniger eine Energiekrise an sich als eine bei flüssiger Energie (Peak Oil), deren Verbrauch man minimieren muss.

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