José González - Teardrop

[Videolink](http://youtube.com/watch?v=9B-h1EEsKDA). Das Lied ist vom zweiten Album *In Our Nature* des schwedischen Singer-Songwriters [José González](http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Gonz%C3%A1lez). Das unschlagbare Original von [Teardrop](http://en.wikipedia.org/wiki/Teardrop_%28song%29) ist natürlich [von *Massive Attack*](http://youtube.com/watch?v=fG8eQBSp9Ao).

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Wort der Woche: Bastu

In den meisten Sprachen hat sich das finnische Wort Sauna für den Raum, in dem man in heißem Wasserdampf schwitzt, durchgesetzt. Das ist kein Wunder, schließlich wird den Finnen die Erfindung desselben zugeschrieben.

Gerade in Schweden, zu dem Finnland bis vor 200 Jahren gehörte und wo man am ehesten einen gemeinsamen Namen vermuten würde, heißt die Sauna jedoch bastu. Das Verb für “in die Sauna gehen” ist basta. Auch das Norwegische weicht von der internationalen Bezeichnung ab und kennt das Wort badstue. Obwohl stue übersetzt auch die “gute Stube” sein kann, lässt badstue erraten wo das schwedische bastu herkommt, nämlich von badstuga. Und stuga dürfte den meisten, die schon einmal in Schweden waren, als Bezeichnung für Ferien- und Freizeithäuser schon einmal untergekommen sein. Bastu bedeutet also schlicht “Badehaus”.

Dann gibt es noch “Saunaclubs”, bastuklubbar. Dahinter kann sich heutzutage tatsächlich das Naheliegende verbergen, nämlich ein Verein, der gemeinsam eine Sauna betreibt und dessen Mitglieder die sozialen Aspekte des Saunagangs hochhalten. Bis Mitte der Achtziger stand der Begriff dagegen für Orte des freien und kurzfristigen sexuellen Austauschs, nicht zuletzt in der homosexuellen Szene. Aus Angst vor AIDS wurden bastuklubbar 1987 verboten; das Gesetzt wurde jedoch 2004 wieder aufgehoben.

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Vom Atlantik zum Pazifik mit dem Rad

Nicklas Lautakoski, ein Bekannter aus Uppsala, hat mich gerade auf seine geplante Fahrradreise aufmerksam gemacht. In gut drei Wochen wird er von der Atlantikküste in Portugal aufbrechen und quer durch Eurasien bis an den Pazifik in -Kina- China fahren. Das soll ein knappes Jahr in Anspruch nehmen. Für Ausrüstung und andere Kosten hat er eine Reihe von Sponsoren aufgetrieben und er dokumentiert das ganze Projekt auf www.biketrip.se. Das Motto der Reise ist

Wenn ich mit dem Rad nach China fahren kann, kannst du es nehmen, um zur Arbeit zu kommen?

Ein Bild von Nicklas habe ich auch noch in meinen Archiv gefunden:

nicklas

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IAEA über Forsmark

Wie angekündigt war vor kurzem die Atomenergiebehörde IAEA in Schweden, um den Pannenreaktor Forsmark und die dortigen Abläufe vor dem Hintergrund des Störfalls vom Sommer 2006 zu untersuchen.

Radio Schweden fasst den Bericht zusammen und schreibt:

Auf der einen Seite scheint die IAEA-Kommission zufrieden zu sein mit der Arbeit, die die Kraftwerksleitung seit dem Störfall im Jahr 2006 geleistet hat. [...] Auf der anderen Seite erntet die Leitung des Kernkraftwerkes doch ziemlich harsche Kritik. Wie sie und das Personal sich vor und während des Störfalls vor zwei Jahren verhalten hätten, das sei schon sehr fahrlässig gewesen.

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Doch lieber in der EU?

Würden in Deutschland Politiker den Austritt aus der EU verlangen, würde man sie auslachen. In Schweden ist die Skepsis größer, der Beitritt kam Mitte der 90er nach einem knappen Volksentscheid zustande und die Währungsunion wurde 2003 abgelehnt. Bis vor anderthalb Jahren wurde die sozialdemokratische Minderheitsregierung von zwei Parteien gestützt, zu deren offiziellem Programm es gehörte, den Austritt aus der EU anzustreben. Nämlich von der Linkspartei und den Grünen, die man – sofern man die deutschen Begriffe anwenden kann – eher als “Fundis” denn als “Realos” bezeichnen würde.

Unter eben diesen Grünen ist gerade ein innerparteilicher Streit darüber ausgebrochen, dass die Vorsitzende Maria Wetterstrand findet, dass es doch besser sei, in der EU zu bleiben. Vor allem die Klimapolitik der EU habe sie zum Umdenken bewegt. Der Vorschlag, die Austrittsforderung zu streichen, wurde schon mehrmals auf Parteitagen von den Mitgliedern abgelehnt, aber bis zum Herbst soll ein neuer Anlauf gemacht werden. Viele sehen den EU-Austritt als einen der Grundpfeiler der Politik der schwedischen Grünen, sowohl bei den Mitgliedern als auch den Wählern.

Die Europapolitik ist übrigens einer der wenigen, aber ein wichtiger Punkt, bei dem ich die bürgerliche Regierung der Opposition vorziehe.

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Radio Schweden bekommt Humor?

Wer hätt’s gedacht? Dass man auf Radio Schweden, dem deutschprachigen Teil des schwedischen Rundfunks, einmal nicht nur trockene, oft direkt übersetzte Kurzmeldungen zu lesen bekommt, sondern auch einmal ein witzig-ironisches Stück aus distanzierter Perspektive über eine typisch schwedische Diskussion. Gerne mehr davon.

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Schwedisches Fernsehen größtenteils auf Englisch

Dass in Schweden ausländische Filme und Fernsehprogramme nicht übersetzt sondern untertitelt werden, ist allgemein bekannt. Die meisten, ich inklusive, finden das gut. Das Svenska Dagbladet hat sich jetzt einmal die Mühe gemacht, nachzuzählen, wie groß der Anteil fremdsprachiger Programme im schwedischen Fernsehen ist.

Das Resultat: Fast 60 Prozent der Programme sind auf Englisch. Über die genaueren Zahlen hat Fabian schon geschrieben.

Ich schätze ich habe in meinen fast sechs Jahren hier keine 100 Stunden ferngesehen, kann mir also eigentlich kein Urteil erlauben.

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Vor 350 Jahren in Roskilde

Am 26. Februar 1658 wurde zwischen Dänemark und Schweden der Frieden von Roskilde geschlossen. Das war gestern vor 350 Jahren. Schweden erhielt als Gewinner unter anderem die wichtigen Gebiete Schonen, Blekinge und Halland. Wie es dazu kam ist eine Geschichte, die es wert ist, ein andermal ausführlicher erzählt zu werden.

Auf das Datum aufmerksam wurde ich durch Außenminister Carl Bildt, der sein Blog auch weiterhin täglich füllt und dort den Vergleich zum heutigen Verhältnis der beiden Länder anstellt.

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