Der Titel sagt eigentlich schon alles. Arriva, die der Deutschen Bahn
gehört, hat eine große Ausschreibung
gewonnen
und wird ab nächstem Jahr Teile des lokalen Schienenverkehrs in
Stockholm übernehmen – abseits von U- und S-Bahn. Ebenso die Buslinien
in den angrenzenden Gebieten, so dass sie die Fahrpläne abstimmen
können.
Tagesschau.de
berichtet, ich frage
mich aber, was sie da für ein Bild ausgegraben haben. Die gezeigte
Straßenbahn macht Webung für die Europawahl 1999, das Bild ist also
zwölf Jahre alt. ~~Außerdem fahren hier erst seit kurzem wieder
nicht-historische Straßenbahnen und ich vermute, dass das Bild nicht
Stockholm, sondern Malmö zeigt.~~ Es ist doch Stockholm, Norrmalmstorg.
Dass die gewonnene Ausschreibung gar nichts mit Straßenbahnen zu tun
hat, macht da fast gar nichts mehr.
Zitate wie
dieses
DB betreibt Stockholms Straßenbahn – Bock auf Katastrophentourismus im
nächsten Winter, anyone?
sind zwar lustig, werden sich aber wahrscheinlich nicht bewahrheiten.
Alle strategischen Entscheidungen werden weiter vom staatlichen
Verkehrsverbund SL getroffen und Arriva wird “lediglich” die ausführende
Kraft sein, die empfindliche Strafen zahlen muss, wenn die Ziele nicht
erreicht werden. Dieses Prinzip ist auch nicht neu, vor bald drei Jahren
wechselte zum Beispiel der Betreiber der
U-Bahn,
ohne dass es irgendwem aufgefallen wäre.