Snökaos

Ich bin zur Zeit nicht im Land und weiß nicht so recht, ob ich angesichts des kräftigen Wintereinbruchs^*^ in Stockholm gerade gern dort wäre, oder doch lieber nicht. Es ist nicht so, dass ich mich über Schnee nicht mehr freuen kann, aber die Faszination von “richtigem Winter” lässt mit den Jahren doch auch etwas nach.

Warnung des
Wetterdienstes

^*^ Dass in Arlanda alla Flüge gestrichen werden, passiert selten.

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traktor racing volvo terror

Videolink

Der Titel des Videos sagt eigentlich schon alles; es ist wohl das meistgesehene Filmchen aus Schweden der letzten Wochen. Sprit ist zu billig.

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Weniger gut

Deutsche Namen, die im Schwedischen nicht so gut funktionieren: Ute, Uschi.

Weitere Vorschläge?

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Von Eisenstangen und Nicht-Rassisten

Die ausländerfeindlichen “Schwedendemokraten” (SD), die seit 2010 im schwedischen Parlament sitzen, versuchten in letzter Zeit verstärkt, das Image des Rassismus loszuwerden und sich als “normale Partei” zu etablieren. Umfragen zufolge schien das sogar zu funktionieren; zeitweise werden sie als drittstärkste Partei gehandelt. Ein kürzlich aufgetauchtes Handy-Video zerstörte dieses Bild jedoch wieder und zeigt SD-Spitzenleute so, wie viele sich das wahre Gesicht der Partei hinter der Fassade vorstellen.

Darauf ist zu sehen, wie die beiden mit einem Stockholmer Lokalpolitiker der Partei an einem frühen Sonntagmorgen im Juni mit Eisenrohren durch die Hauptstadt ziehen und Ärger suchen. Da wird ein offenbar Betrunkener drangsaliert, eine Frau, die sich dagegen wehrt, gefilmt zu werden, gegen ein Auto geschubst, ein bekannter Komiker wegen seiner ausländischen Herkunft als „Pavian“ tituliert und eine Passantin von Almqvist als „kleine Hure“ beschimpft, wobei dann noch Ausdrücke wie „Neger-Lover“ und „Fotze“ fallen.

schreibt die TAZ. Auch wenn Parteichef Åkesson versucht, das neue Prinzip “keine Toleranz für Rassisten” durchzusetzen und die fraglichen Personen zurückgetreten sind, sorgt dies für Spannungen innerhalb der Partei, unter anderem mit dem Jugendverband.

Der Rest lacht SD derweil aus, vielleicht die beste Art des Umgangs mit ihnen.

Wir haben Sprachrohre - Wir haben
Eisenrohre

Grüne: Wir haben Sprachrohre.
SD: Wir haben Eisenrohre.

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Krauss grav

Krauss
Grab

Am nördlichen Ende des Brunnsviken liegt Tivoli, ein verwilderter früher englischer Garten, auf einer kleinen Halbinsel. Darin findet sich unter anderem das Grab von Joseph Martin Krauss, deutschstämmiger Komponist am Hof von Gustav III.

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Popterror - Dom släpper nog in dig

Videolink, Spotify

Das aktuelle Album Svartåsen als Spotify-Playlist:

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ICA und das Palmöl

Vor einer guten Weile hatten wir hier die Diskussion um Lebensmittelpreise, Discounter und ob man mit Schuld an Lebensmittelskandalen und Umweltzerstörung ist, wenn man immer so billig wie möglich kauft. Oder ob die Bereitschaft, etwas mehr zu bezahlen, stattdessen nur die Gewinne der Konzerne steigert.

Ich finde den Link nicht mehr, aber mein Argument war dabei, dass geringerer Preisdruck vom Konsumenten eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Produktion ist (also notwendig, nicht hinreichend) und dass man dann auch höhere Ansprüche stellen kann. Denn ich finde, dass die generelle Verantwortung beim Handel als Mittler zwischen Produzent und Konsument liegt – letzterer kann schließlich nicht den Überblick über alle Waren haben. Die Händler können indes sehr wohl ihre Produzenten auswählen und beeinflussen.

Letzte Woche hatte ich einen kleinen Anfall von Aktivismus und schrieb an ICA, als ich auf der Verpackung sah, dass deren Erdnüsse (Hausmarke) mit Palmöl hergestellt werden, das ja ziemlich böse ist, unter anderem weil dafür Regenwald zerstört wird. Die Antwort, die ich bekam, fand ich durchaus zufriedenstellend. ICA habe als offizielles Ziel, bis 2015 nur noch RSPO-zertifiziertes Palmöl einzusetzen, was verschiedene Nachhaltigkeitskriterien sicherstellen soll. Bis dahin, weil es noch so wenig davon gibt, trägt man mit Zertifikaten dazu bei, die Produktion von “gutem” Palmöl zu erhöhen. ICA habe deswegen vom WWF 9 von ~~10~~ 9 Punkten erhalten, als die sich den Umgang von großen Firmen mit dieser Problematik anschauten, und gehört damit zur Weltspitze.

Ich fühle mich also bestätigt, zumindest ein bisschen.

ICAs Antwort im Original:

Produktionen av palmolja bidrar till skövling av regnskogar – skogar som är viktiga för såväl människa som djur samt klimatförändringar. Vår miljöpolicy slår fast att vi vill ta ansvar för det vi säljer, vilket innebär att vi strävar efter ett sortiment som ger så liten negativ miljöpåverkan som möjligt. Detta arbetar vi ständigt för att uppnå!

För palmolja har ICA antagit ett mål om att senast 2015 ska all palmolja som används i våra egna märkesvaror komma från hållbara odlingar som producerar certifierad RSPO palmolja – Round table on Sustainable Palm Oil, www.rspo.org. Att palmolja är RSPO- certifierad innebär bland annat att den är hållbart producerad och att man i odlingen tar såväl ekologiska, sociala som ekonomiska hänsyn. Bakom kritierierna står bland annat Världsnaturfonden. Eftersom volymerna av RSPO certifierad palmolja ännu är begränsade, har ICA beslutat att köpa Green Palm-certifikat för all palmolja som idag används i våra egna märkesvaror. Green Palm är ett program som är kopplat till RSPO och där intäkterna för försäljning av Green Palm-certifikat går direkt till stöd för små och stora palmolje-plantager, som lever upp till RSPO-kriterierna. Detta för att stödja en ökad produktion av hållbart producerad palmolja. Genom att vi köper certifikat försäkrar vi oss om hållbar produktion av den mängd palmolja som motsvarar den mängd vi använder oss av i våra produkter. Green Palm-certifikat fungerar alltså ungefär som när man köper in förnybar el till sitt hem – det vill säga man stödjer en mer hållbar produktion.

Att ICA tar allvarligt på frågan syns inte minst i Världsnaturfondens (WWFs) senaste internationella granskning av hur stora företag arbetar med palmolja. Där hamnade ICA bland de bästa med nio poäng av nio möjliga.

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Schwedische Bücher

Zugegeben, ich bin keine Leseratte. Dazu kommt, dass ich eher Sachbücher als Literatur anfasse, so dass sich mein jährliches Pensum an Skönlitteratur in Grenzen hält. Nichtsdestotrotz habe ich über die Jahre ein paar schwedische Bücher gelesen; es ist an der Zeit, sie zu erwähnen.

Kallocain von Karin Boye könnte man als schwedisches Brave New World bezeichen. Es ist eine Weile her, aber die düstere, dystopische Stimmung ist mir noch in Erinnerung.

Astrid Lindgrens Vi på Saltkråkan. Was soll man sagen? Mindestens eins von ihr sollte man gelesen haben und Saltkråkan ist mit dem Schärengartenthema schwedischer als schwedisch.

Aniara von Harry Martinsson war ein echtes Erlebnis, sprachlich, vor allem wenn man es vorliest oder vorgelesen bekommt. Kein Wunder, dass er dafür den Nobelpreis bekommen hat. Es ist in Versen geschrieben und erzählt die Geschichte des Raumschiffs Aniara, das ziellos durchs Weltall treibt. “Eine Revue von Menschen in Zeit und Raum”, so der Untertitel, die ganz klar den ersten Platz dieser Liste einnehmen würde, wäre sie geordnet.

Mikael Niemis Populärmusik från Vittula war vor ein paar Jahren sehr in. Kurzweilig und mit ein paar Einblicken in das Leben ganz weit im Norden.

Hemsöborna von August Strindberg ist so etwas wie der böse ältere Bruder von Vi på Saltkråkan, es handelt zumindest ebenfalls vom Leben im Schärengarten. Heuer ist Strindberg-Jahr; man feiert bezeichnenderweise den 100. Todestag, nicht den Geburtsag, des noch heute umstrittenen schwedischen “Nationalpoeten”. Ich habe mit den Hemsöborna meine kulturelle Schuldigkeit getan und war sogar positiv überrascht.

Von Jonas Gardell habe ich sowohl Mormor gråter als auch En komikers uppväxt gelesen, wenn ich mich recht erinnere. Gardell ist Komiker und seine eher ernste, bittere Art von Humor baut auf die Absurditäten der Wirklichkeit.

Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann war vor zwei Jahren der schwedische Bestseller schlechthin. Jonas Jonasson erzählt die Lebensgeschichte von Allan Karlsson, der auf absurde und groteske Weisen in die Weltgeschichte stolpert und sie beeinflusst. Wirklich sehr sehr lustig, wenn man sich darauf einlässt.

Gerade erst ausgelesen habe ich Onda Sagor (“dunkle Geschichten”) von Pär Lagerkvist, ebenfalls Nobelpreisträger. Die paar Novellen aus diesem Büchlein haben mir sehr gut gefallen.

Fast hätte ich Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige von Selma Lagerlöv vergessen. Das habe ich allerdings nach etwa der Hälfte zur Seite gelegt; dass es als Schulbuch geschrieben wurde, ist sehr deutlich und es kommt mit endlosen Beschreibungen sehr belehrend daher. Besser fand ich Lagerlövs Gösta Berlings saga, das ich letztes Jahr als Theateraufführung auf dem Rottneros herrgård in Värmland gesehen habe, der als Vorlage für das Ekeby im Buch gilt.

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Vansbrosimningen

Das
Vansbroschwimmen

Gestern fand das Vansbrosimningen statt, ein Schwimmwettbewerb in Vansbro, Dalarna, bei dem man zuerst zwei Kilometer den Vanån hinabschwimmt und dann einen Kilometer den Västerdalälven hinauf. 7600 Leute schwammen heuer die Strecke, die meisten, weil es ein Teil des “Klassikers” ist, zum dem außerdem der Lidingöloppet (30km Geländelauf), der Vasaloppet (90km Langlaufski) und die Vätternrundan (300km Radfahren um den See Vättern herum) gehören.

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