Habe gerade erfahren, dass vom 17. bis 19 Juni die European science fiction & fantasy convention in Stockholm stattfinden wird. Ich werde da bestimmt mal vorbeischauen.
Habe gerade erfahren, dass vom 17. bis 19 Juni die European science fiction & fantasy convention in Stockholm stattfinden wird. Ich werde da bestimmt mal vorbeischauen.
Der Katarinahissen, der Aufzug vom Slussen zum Restaurant Gondolen und der Plattform darüber, sticht aus der Wand von Södermalm hervor und ist ein echtes Wahrzeichen der Stadt. Schließlich ist er 130 Jahre alt, in der heutigen Form immerhin schon 75. Jetzt ist der Mechanismus angeblich unreparierbar kaputt und der Betrieb deshalb eingestellt – vielleicht für immer. Denn obwohl die Konstruktion denkmalgeschützt ist und auch nach dem großen Umbau des Slussen noch stehen wird, ist es fraglich, ob sie einen neuen Aufzug aushält.
Nachwahlen in Västra Götaland und Örebro. Bei der Wahl letztes Jahr gab es ein paar Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenzählung. Inkorrekte Stellvertreterstimmen wurden angenommen, Vorabstimmen nicht mitgezählt und einige konnten nicht abstimmen. Die Mathematiker der Wahlbehörde schauen in solchen Fällen genau, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Stimmen das Ergebnis der Wahl hätten ändern können. In einem Wahlkreis und der Region um Göteborg wurde deshalb gestern neu gewählt. Das Ergebnis ändert nichts an der nationalen Politik, in der Regionalverwaltung konnten die Sozialdemokraten den Moderaten jedoch ein paar Prozentpunkte abluchsen; auch in Örebro gewann (S). Das hat nicht zuletzt Symbolcharakter, denn es war die erste Wahl des frisch gebackenen S-Parteichefs Håkan Juholt.
Wildschweinplage. Nicht nur der Fuchsbandwurm macht sich in Schweden breit, auch die Zahl der Wildschweine nimmt stark zu. 2003 gab es rund 750 Unfälle mit Wildschweinen, letztes Jahr um die 2500. Dass sie auch in bewohnte Gebiete vordringen, wird nicht gerne gesehen und man kommt mit der Jagd (70.000 letztes Jahr) nicht nach. In den 70ern waren die Tiere in Schweden ausgerottet und der heutige Stamm kommt von wenigen, aus einem Gehege ausgebüchsten Tieren.
Die Nazi-Verbindungen von Königin Silvias Vater sind schon länger im Gespräch und die Kritik richtete sich vor allem dagegen, dass man das Thema am liebsten totschweigen wollte. Berichte, dass der Vater im Rahmen der “Arisierung” 1939 eine jüdische Fabrik übernahm, sorgen jetzt doch dafür, dass man die Sache vom Hof aus offiziell untersuchen und die Ergebnisse veröffentlichen will.
Finnland hat gestern Abend im Finale der Eishockey-WM Schweden mit 6:1 geschlagen. Die Zwischenstände, die der Busfahrer auf dem Weg vom Flughafen per Lautsprecher mitteilte, sorgten für lautstarke Freude des einzigen Finnen an Bord und dies wiederum für Schmunzeln aller anderen.
Schweden unter König Gustav II. Adolf griff erstmals 1628 mit einem Hilfskontingent bei der Verteidigung Stralsunds in den Dreißigjährigen Krieg ein. 1630 besetzte es im Frühjahr zunächst die Insel Rügen, landete im Juni auf Usedom und drängte bis zum anschließenden Sommer die kaiserlichen Besatzungstruppen aus dem Herzogtum Pommern hinaus. Im Stettiner Allianzvertrag mit Herzog Bogislaw XIV. sicherte sich Gustav Adolf dann die Nachfolge, so dass bald nach dessen Tod 1637, Schweden auch die Zivilverwaltung in Pommern übernahm. Im Westfälischen Frieden 1648 kam es dann zur Teilung Pommerns: Hinterpommern, östlich der Oder, ging an das Kurfürstentum Brandenburg, während Schweden ganz Vorpommern und Rügen, das Mündungsgebiet der Oder und einen Streifen östlich der Oder erhielt.
Die
Zugehörigkeit zu Schweden hatte den Nachteil, dass sobald Schweden auf
dem Kontinent in Kriege verwickelt wurde, auch Pommern betroffen war.
Bereits im Zweiten Nordischen Krieg von 1655 bis 1660 wurde Pommern zum
Kriegsschauplatz. Nur wenige Jahre später, im
Schwedisch-Brandenburgischen Krieg von 1674 bis 1679 musste
Schwedisch-Pommern komplett durch die Schweden aufgegeben werden, ebenso
wie beim Pommernfeldzug im Jahr 1715 während des Großen Nordischen
Krieges.
Nach dem Frieden von Saint-Germain (1679) konnten die Schweden zurückkehren, mussten aber die meisten Gebiete östlich der Oder wieder Brandenburg überlassen. Das nördliche Vorpommern bis zur Peene wurde 1715 vom dänischen König Friedrich IV. in Besitz genommen und blieb bis 1721 unter dänischer Verwaltung, während Preußen den südlichen Teil und die Oderinseln besetzt hielt. Die Dänen planten, ihr altes Interessengebiet langfristig dem dänischen Staat anzugliedern. Im Frieden von Stockholm mussten sie ihren Teil aber wieder an Schweden abtreten, das Land südlich der Peene blieb in preußischem Besitz. Seit 1720 bestand Schwedisch-Pommern also nur noch aus Rügen und dem vorpommerschen Gebiet nördlich der Peene.
Im Zuge der Auflösung des Alten Reichs 1806 änderte sich auch die staatsrechtliche Stellung Schwedisch-Pommerns. Da sich die Landstände weigerten, einer vom schwedischen König Gustav IV. Adolf geforderten Aufstellung einer Landwehr zuzustimmen, hob dieser am 26. Juni 1806 die bisherige landständische Verfassung und die Zugehörigkeit Schwedisch-Pommerns zum Reich auf. Damit scherte dieses Territorium noch vor der Bildung des Rheinbundes und der Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II. aus dem Reichsverband aus.
Nach zweimaliger Besetzung durch Napoleons Frankreich und seine Verbündeten 1807 bis 1810 sowie 1812/13 gewann Schweden seine letzte verbliebene Provinz vorübergehend wieder zurück. 1813 eroberte Schweden in einem Feldzug gegen Dänemark das mit diesem bis dahin in Personalunion verbundene Norwegen. Im Frieden von Kiel wurde Dänemark 1814 aber im Gegenzug der Erwerb von Schwedisch-Pommern in Aussicht gestellt. Da Dänemark die auferlegten Kriegsentschädigungen an Schweden nicht zahlen konnte, ergriff Preußen auf dem Wiener Kongress die Gunst der Stunde und vereinbarte den Erwerb Schwedisch-Pommerns gegen Abtretung des Herzogtums Lauenburg an Dänemark und Übernahme der an Schweden zu leistenden dänischen Zahlungsverpflichtungen. Die Übergabe durch den schwedischen Generalgouverneur an den Bevollmächtigten Preußens erfolgte im Oktober 1815. Das in die preußische Provinz Pommern eingegliederte Stralsund behielt jedoch lange Zeit eine Sonderstellung, weil die von Schweden eingeführten Rechtsreformen garantiert waren. Umgangssprachlich bürgerte sich für Schwedisch-Pommern die Bezeichnung „Neuvorpommern“ bzw. „Neuvorpommern und Rügen“ ein. Damit sollte die Unterscheidung zum bereits 1720 preußisch gewordenen „Altvorpommern“ südlich und östlich der Peene bzw. des Oderstroms kenntlich gemacht werden.
Die schwedische Herrschaft über die Besitzung bei Wismar endete 1803, als das Königreich die Stadt für 99 Jahre an das Herzogtum Mecklenburg-Schwerin verpfändete. Endgültig fielen Wismar und die umliegenden Gebiete aber erst 1903 an Deutschland zurück, als Schweden vertraglich auf die Einlösung des Pfandes verzichtete.
Obiger Text ist eine entschlackte, leicht umgeschriebene Version des "Wikipedia-Artikels zum Thema(de)":http://de.wikipedia.org/wiki/Schwedisch-Pommern. Damit ist er unter der "CreativeCommons(de)":http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/ BY-SA weiterverwertbar, nicht nur wie hier sonst üblich unter BY-NC-SA. Für mehr Details und weiterführende Links sei auf das Original verwiesen.
Sehr schöner Bericht der deutschen Redaktion von Radio Schweden über die Ulmen im Kungsträdgården, das schwedische Äquivalent von 1971 zu Stuttgart 21. Sowohl Text wie Audio.
Dvärg-band-mask, wörtlich Zwergbandwurm, ist der schwedische Name für den Fuchsbandwurm, jenen Parasiten, der Füchse (oder Hunde, Katzen…) als Wirt benutzt und der auf dem Kontinent so gut wie allgegenwärtig ist und in seltenen Fällen auch Menschen befällt.
Dieses Untierchen macht zur Zeit Schlagzeilen in Schweden, denn es wurden zwei (!) verwurmte Füchse gefunden. Das mag sich banal anhören angesichts dessen, dass in etwa der Hälfte der deutschen Füchse der Wurm ist. Doch Schweden war bisher frei von dieser Plage und man versucht jetzt mit Hilfe von Kot sammelnden Jägern die Ausbreitung zu bestimmen (man schätzt etwa ein Prozent der Füchse) und einzudämmen.
Wer schon einmal mit Hund nach Schweden wollte, weiß bestimmt, dass es eine Pflicht zur Entwurmung der Haustiere gibt. Diese Sonderregelung innerhalb der EU könnte bald fallen. Schließlich ist sie schwer zu rechtfertigen, wenn der Fuchsbandwurm in Schweden heimisch ist.
Dass ein rein hypothetisches Risiko – in der gesamten EU erkranken jährlich nur etwa fünfzig Menschen – hierzulande allgemeine Aufmerksamkeit erregt, ist ein schönes Beispiel für den hohen symbolischen Stellenwert, den die Natur bei den Menschen hat, auch wenn natürlich beiweitem nicht jeder ein Friluftsmänniska ist. Es ist deshalb völlig normal, dass Zeitungen Doppelseiten zum Lebenszyklus des Dvärgbandmasks bringen und Leuten versichern, dass man auch in Zukunft ruhig seine Beeren und Pilze pflücken gehen kann.
Da dachte man schon, man hätte diejenige Hälfte des Jahres erreicht, in der das nicht mehr vokommt. Doch vor unserem Fenster fällt der Regen gerade etwas zu langsam. Und zu weiss.