Zum großen Frühjahrstreffen der Kraniche am Hornborgasjön werde ich es schon noch irgendwann schaffen. Und mein Teleobjektiv dabeihaben.
Kraniche kamen mir erst einmal kurz vor die Linse – weit weg, im Halbdunkel und verwackelt: eins zwei drei.
Zum großen Frühjahrstreffen der Kraniche am Hornborgasjön werde ich es schon noch irgendwann schaffen. Und mein Teleobjektiv dabeihaben.
Kraniche kamen mir erst einmal kurz vor die Linse – weit weg, im Halbdunkel und verwackelt: eins zwei drei.
Ich habe gerade zu viel zu tun, als dass ich mir einen Aprilscherz ausdenken könnte. Außerdem war der letztjährige eher ein Flop. Was in Schweden vor einem Jahr so geschrieben wurde, steht immer noch hier und -vielleicht komme ich später noch dazu, die heutigen zusammenzufassen-. Beispiele in den Kommentaren.
Tipps sind wie immer willkommen, wenn ihr einen Aprilscherz aus oder über Schweden seht.
Wie angekündigt setzt die bürgerliche Regierung ihre Privatisierungspolitik fort. Der Alkoholproduzent Vin & Sprit, zu dem unter anderem die Vodka-Marke Absolut gehört, stand von Anfang an auf der Verkaufsliste und gestern wurde bekannt gegeben, dass der französische Konzern Pernod Ricard der Meistbietende war und 55 Milliarden Kronen (knapp 6 Milliarden Euro) in die schwedische Staatskasse fließen lassen wird.
Der Preis wird von den schwedischen Medien und Politikern als erfreulich hoch kommentiert. Mit dem Geld sollen Schulden zurückgezahlt werden und die dadurch entstehenden Zinserleichterungen sollen den schwedischen Haushalt mit gut einer Milliarde jährlich entlasten. Das sei mehr Geld als der Gewinn von Vin & Sprit und deshalb sei es ein gutes Geschäft für den Staat, dessen Aufgabe es nicht sei, große Unternehmen zu führen und Alkohol herzustellen. So die Argumentation der Regierung.
In diesem Fall bin ich eher geneigt zuzustimmen als wenn mit Steuergeldern aufgebaute Ressourcen verscherbelt werden, wie es zum Beispiel bei Schulen oder im Gesundheitssystem der Fall ist. Es gibt Bereiche, in denen die Bürger und damit der Staat ein starkes Interesse haben, einen “Konkurs” zu vermeiden.
Ich glaube das habe ich noch nie hier erwähnt, obwohl es das schon länger gibt: Die schwedische Bahn (SJ) versteigert täglich ein gewisses Kontingent an Zugfahrkarten für den Schnellzug X2000 zwischen den größeren schwedischen Städten. Die Auktionen finden auf Tradera, dem schwedischen Ebay, statt und fangen bei je einer Krone an. Frühestens 48 Stunden vor Abfahrt erscheinen die Tickets dort und die Auktionen enden 8 Stunden vorher. Hat man ein Ticket ersteigert, bekommt man per Email eine Internetadresse geschickt, wo man bezahlen kann. Die Fahrkarte holt man dann am Bahnhof am Automaten oder Schalter ab.
Ich habe es selbst noch nicht getestet, aber das Angebot scheint beliebt zu sein, weil man mit etwas Spontanei- und Flexibilität durchaus Schnäppchen machen kann. Die Liste mit den gerade verfügbaren Fahrkarten findet man hier.
Die Earth Hour ist ein internationaler Aufruf, heute Abend um 8 Uhr für eine Stunde alle elektrischen Geräte und das Licht auszuschalten, um ein Zeichen gegen die Erderwärmung zu setzen. Ursprünglich in Australien vor einem Jahr gestartet, gab es im Dezember eine deutsche Nachahmung unter dem Motto Licht aus.
Ich weiß nicht, wie sehr der Aufruf für heute in Deutschland wahrgenommen wird, aber hier in Schweden berichten die großen Zeitungen darüber und auch der König wird um 8 Uhr die Lichter im Schloß ausknipsen.
[Videolink](http://youtube.com/watch?v=-qf2RY-h40Q), mehr [über Timo Räisänen](http://sv.wikipedia.org/wiki/Timo_R%C3%A4is%C3%A4nen)
Tipps von Lesern, worüber ich hier schreiben könnte, sind bisher eher eine Seltenheit, aber natürlich immer gern gesehen. Manfred aus Linköping hat mich auf folgende Eigenheit im Zusammenhang mit dem Radiotjänst, dem schwedischen Äquivalent zur GEZ, hingewiesen. Danke.
Im Prinzip gilt sowohl in Deutschland wie auch in Schweden, dass ein Gesetz bricht, wer die staatliche Radio- und Fernsehgebühr nicht bezahlt, obwohl er das Angebot nutzt beziehungsweise die Möglichkeit zur Nutzung hat, sprich ein Radio oder einen Fernseher sein Eigentum nennt. Nun ist aber die Mentalität, was den Datenschutz angeht, in Schweden etwas weniger staatsskeptisch ausgeprägt als in Deutschland und deshalb kann es Regelungen wie diese geben, dass Elektronikmärkte beim Kauf eines Fernsehers Name und Adresse des Käufers aufnehmen und an den Radiotjänst weiterleiten müssen. Wenn derjenige noch keine Gebühren bezahlt, wird er dann Post bekommen mit dem Hinweis auf den Kauf und der Aufforderung zu bezahlen.
Eingriff in die Privatsphäre, der einem die Haare zu Berge stehen lässt, oder effektive Methode zur Einhaltung bestehender Gesetze, die Steuergelder spart, weil weniger Kontrolleure angestellt werden müssen? Geschmacksache, nehme ich an, solange die erhobenen Daten nur zweckgebunden verwendet werden und nicht mit anderen Datenbanken zusammengeführt werden, die Verhaltensprofile erlauben.
Tunga ist das das schwedische Wort für die “Zunge” und vricka bedeutet “verstauchen”. Ein tungvrickare ist also wörtlich ein “Zungenverstaucher”, richtig übersetzt ein “Zungenbrecher”. In Schweden bricht man das gute Stück also nicht ab, sondern verstaucht es nur, wenn man schwierige Sätze versucht auszusprechen.
Ein paar schwedische Zungenbrecher: