Das Gustavianum ist eines der älteren Gebäude der Universität in
Uppsala. Es wurde 1622-1625 am Domplatz, direkt gegenüber der Kathedrale
erbaut. Neben einem permanenten Museum und wechselnden Ausstellungen ist
in der Kuppel der Anatomielehrsal von Olof
Rudbeck zu
besichtigen.

Das Gustavianum zu Beginn des 20 Jhdts.
Bild:
[Wikipedia](http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Gustavianum%2C_fr%C3%A5n_Ugglan.jpg)
Das Gebäude hat seinen Namen von Gustav II.
Adolf,
der es errichten ließ, als der bisherige Universitätssitz nicht mehr
ausreichte, den wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Menschen für die
aufstrebende Großmacht
Schweden
zu decken. Zu Beginn fanden sich außer Lehrsälen, Essens- und Leseräume
für Studenten und eine Buchdruckerei im Gustavianum. Später kam eine
Bibliothek dazu.
Die auffälligste Veränderung des Hauses fand 1662-63 statt, als der
Anantomieprofessor und Universalgelehrte Olof Rudbeck eine Kuppel in der
Mitte des Hauses errichten ließ, die eine Sonnenuhr krönt. In der Kuppel
befindet sich das Theatrum anatomicum, ein runder Lehrsaal mit
Seziertisch in der Mitte, der von steil aufragenden Reihen mit
Stehplätzen umgeben ist, so dass 200 Menschen möglichst nah und mit
freier Sicht das Geschehen verfolgen konnten. Während des Brandes in
Uppsala vom 16. Mai 1702, bei dem Rudbeck viel seiner Arbeit verlor,
soll er vom Dach des Gustavianums aus die Löscharbeiten dirigiert haben.
Zwischen 1778, als das alte Hauptgebäude abgerissen wurde, und 1887, als
das heutige errichtet wurde, war das Gustavianum Hauptsitz der
Universität Uppsala. Die Bibliothek war schon Mitte des 19. Jahrhunderts
in den Neubau Carolina
Rediviva ausgelagert
worden.
Noch bis 1997 wurde das Gustavianum von den universitären Institutionen
für alte Geschichte genutzt, seitdem ist es ausschießlich das Museum
Gustavianum. Dort sind heute Sammlungen mit klassischen, ägyptischen
und nordischen Antiquitäten zu sehen. Rudbecks Lehrsaal ist zugänglich
und gehört zur ersten Riege der Sehenswürdigkeiten in Uppsala.
Zusätzlich gibt es wechselnde Ausstellungen.
Wer bis hierher gelesen und es noch nicht gemerkt hat: Obiger
Text ist aus der Wikipedia. Aber umgekehrt irgendwie. Ich habe den Text
vorhin mit dem Gedanken an die Wikipedia geschrieben, weil es zum
Gustavianum dort bisher keinen Eintrag auf Deutsch gab. Jetzt
schon.