Markierte Links

Aufmerksame Leser dürften festgestellt haben, dass ich in letzter Zeit Links nicht mehr anhand der Sprache der Zielseite markiert habe. Dem wird ab sofort wieder abgeholfen. Links auf deutsche Seiten werden so dargestellt, Seiten mit schwedischem Text werden auf diese Weise verlinkt und englische dementsprechend. Links auf eigene Seiten innerhalb von Fiket.de bekommen kein Bildchen.

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Lehreinstellung

Wer ist schuld, wenn ein Schüler oder Student das Gelehrte nicht versteht – der Lehrer oder der Schüler? Trägt der Professor die Verantwortung, den Stoff an alle Studenten zu vermitteln, oder sind Kurse ein Angebot, das erwachsene Menschen selbstverantwortlich annehmen müssen?

Es ist eine starke Verallgemeinerung, aber ich behaupte einmal, dass man in Schweden beide Fragen jeweils mit der ersten Möglichkeit beantworten würde und in Deutschland mit letzterer.

  • Was ist besser?
  • Sollte es diesbezüglich einen systematischen Unterschied zwischen Schule und Universität geben?
  • Gute Pädagogik schadet nicht, aber senkt das Prinzip, möglichst alle durchzubringen, nicht das Niveau?
  • Hindert ein verschultes Studium, in dem man Wissen weiterhin mit dem Löffel eingetrichtert bekommt, Studenten nicht daran, das selbstständige Lernen zu lernen?
  • Oder sorgt es lediglich dafür, dass die Abbrecherquote sinkt und Ausbildung weniger Steuergelder kostet? In Diskussionen mit Schweden zu diesem Thema tritt deutlich wie selten zutage, wo ich herkomme. Ja, ich musste auf der Uni lernen, damit umzugehen, dass es keinen kümmert, ob ich etwas verstanden habe oder nicht. Am Anfang ist die Eigenverantwortung eine Last, aber nach einer Weile schätzt man die Freiheit, die damit einhergeht und gerade den Unterschied zur Schule und den Reiz des Studiums ausmacht: eigene Schwerpunkte setzen, hunderte Entscheidungen selbst treffen. Das schließt natürlich nicht aus, dass Professoren eine pädagogische Ausbildung haben und gute Vorlesungen geben sollten. Aber wenn sie uns nach der Vorlesung Fragebögen ausgeteilt hätten, um die nächste auf das richtige Niveau zu legen, hätten wir das befremdlich gefunden.
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Götheborg

Seit Tagen wird in Schweden über die Heimkehr des Nachbaus eines Handelsschiffs aus dem 18. Jahrhundert berichtet, der gerade eine anderthalbjährige Weltreise hinter sich hat. Mehr hier.

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Wort der Woche: Friggebod

Mit friggebod bezeichnet man im Schwedischen ein Schuppen, ein kleines Häuschen oder auch nur einen überdachten, oft pavillonähnlichen Platz zum Draußensitzen. Charakteristisches Merkmal eines Friggebod ist, dass er weniger als 10 Quadratmeter Grundfläche hat und unter 3 Meter hoch ist. Bis zu diesen Maßen braucht man in Schweden nämlich keine Baugenehmigung.

Der Name kommt von Birgit Friggebo, die 1979 als schwedische Wohnungsministerin von der Folkpartiet eben diese Regelung einführte. Jetzt muss man nur noch wissen, dass “Schuppen” auf Schwedisch bod (sprich: buhd) heißt, um den Witz hinter der naheliegenden Wortneuschöpfung von Friggebo-bod zu Friggebod zu verstehen. Es gibt wohl schlechtere Arten, seinen Namen verewigt zu bekommen.

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"Personnummer" in Deutschland kommt

Deutsche bekommen eine Nummer:

Das Bundeszentralamt für Steuern [vergibt] von Juli an jedem Deutschen vom Baby bis zum Opa eine eindeutige Identifikationsnummer. Die bislang dezentral geführten Datenbestände der rund 82 Millionen in Deutschland gemeldeten Personen aus rund 5300 Meldestellen werden gleichzeitig erstmals zentral bei der dem Bundesfinanzministerium angegliederten Behörde zusammengeführt. Ersetzt werden sollen damit die noch von Land zu Land unterschiedlich angelegten, bisherigen Steuernummern. [...]
Datenschützer sehen die Personenkennziffer, die dem Betroffenen anders als die Personalausweisnummer noch über sein Ableben hinaus 20 Jahre lang angehaftet sowie mit umfangreicheren Datenbeständen verknüpft werden soll, kritisch. Sie fürchten einen Einstieg in die Totalerfassung der Bevölkerung. Private Kommunikationspartner der Finanzbehörden wie Arbeitgeber oder Auftraggeber der Steuerpflichtigen etwa könnten nach Ansicht der Bürgerrechtler die ID zur eindeutigen Zuordnung von Daten zu Steuervorgängen verwenden. Der Gesetzgeber habe sich keine Gedanken darüber gemacht, wie die Nutzung dieser Informationen im Wirtschaftsleben aufgehalten werden soll.

In Schweden ist die Personnummer und das zentrale Steuer- und Melderegister aus dem Alltagsleben nicht wegzudenken. Trotz der in den beiden Texten genannten Vorteile, sträubt sich in mir etwas gegen die Einführung in Deutschland. Datenschutz ist eines der wenigen Dinge, um die es in Deutschland besser steht als in Schweden. Ich sehe das als hohes Gut, das es wert ist zu verteidigen, aber trotz zahlreicher kritischer Stimmen scheint der Zeitgeist in die entgegengesetzte Richtung zu gehen.

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UNT zum G8-Gipfel

Tagesschau.de zitiert in seiner Presseschau zum G8-Gipfel die hiesige Lokalzeitung Upsala Nya Tidning. Zwar ganz am Ende, aber immerhin.

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Samuraj Cities - Thxa1000000

([YouTube Direktlink](https://www.youtube.com/watch?v=nn9Qzmi6jUU), [Band-Website](http://www.samurajcities.com/), [via](http://absolutnoise.blogspot.com/2007/05/right-now-best-swedish-band-is.html))

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Schwedische Erdbeeren

Bin ich eigentlich der einzige, der schmunzeln muss, wenn er irgendwo “svenska jordgubbar” liest?

Es geht jedes Jahr um zwei Fragen:

  • Werden die schwedischen Erdbeeren rechtzeitig zu Mittsommer reif? Das scheint mit dem frühen Frühling dieses Jahr kein Problem zu sein. Die ersten Schälchen mit dem begehrten Inhalt sind mir schon vor einigen Wochen aufgefallen.
  • Sind es auch wirklich schwedische oder nicht doch umpaketierte Erdbeeren aus Deutschland? [Hinweise](http://www.sr.se/cgi-bin/ekot/artikel.asp?Artikel=1415082) auf Betrügereien gibt es; der Beweis ist schwer zu führen. Korrekte Lebensmittelauszeichnungen sind natürlich wichtig, nicht nur bei Erdbeeren, aber dass die Schweden gerade hier so großen Wert auf einheimische Ware legen, hat mir bisher niemand erklären können. Es ist halt so. Abgesehen davon, finde ich das Herkunftsland weniger wichtig als die Unterscheidung zwischen “groß und wässerig” und “klein und reich an Geschmack”.
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Oben ist unten

Weiß der Geier, warum Dagens Nyheter den Sportteil als einzigen “andersrum” abdruckt; man muss also die Zeitung umdrehen, um zum oder vom Sportteil weg zu wechseln. Mich persönlich stört das nicht im geringsten – Sport interessiert mich nicht. Ein gehässiger Mensch könnte vermuten, dass Sportteil-Leser die Zeitung in der Regel auch nicht wenden. Das wäre aber sicherlich üble Verleumdung.

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