Wein im Supermarkt?

Angeblich hat die Stockholmer Zentrumspartei auf ihrem Frühlingstreffen am Dienstag beschlossen, darauf hinzuarbeiten, dass Wein und Bier in Zukunft in Lebensmittelläden verkauft werden dürfen. Außerdem will man in der Regierung anregen, einen Fahrplan aufzustellen, wie man die Alkoholsteuer auf europäisches Niveau senkt. (S, S)

Dass es dazu kommt, glaub’ ich erst, wenn ich es sehe. Und ich weiß nicht einmal, ob ich es gut fände.

(mehr zum Thema Alkohol)

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Skilla

Skilla

Auf Deutsch heißen sie wohl Schneestolz oder Schneeglanz. Die Zeit, in der die hier ganze Vorgärten und städtische Parks blau färben, neigt sich gerade dem Ende zu.

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Weniger EU-Ablehnung in Schweden

Radio Schweden schreibt:

Die Schweden schätzen ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Union so sehr wie noch nie seit dem Beitritt des Landes 1995. [...] Ganze 43 Prozent der schwedischen Bevölkerung befürworten demnach die Mitgliedschaft im Staatenbündnis. Damit klettert Schweden von den hinteren Rängen der 27 Mitgliedstaaten immerhin auf Platz 18, wenn es um die Zustimmung zur EU geht.

Da stimme ich Rainer zu, dass das gute Neuigkeiten sind. Mehr bei Radio Schweden.

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Kein Job wegen des Blogs der Freundin?

Private Blogs können unerwartete Auswirkungen (E) haben. Ein junger Ingenieur aus Göteborg bewarb sich auf eine Stelle in Norrköping, wurde jedoch abgelehnt. In den Papieren die er zurückgeschickt bekam, fand er einen Ausdruck des Blogs seiner Freundin, in dem sie sich geäußert hatte, dass sie nur ungern aus Göteborg wegziehen würde. Es klebte ein Zettel am Ausdruck mit der Aufschrift "Was tun?â€?.

Dass Arbeitgeber im Internet nach Informationen über ihre Bewerber suchen, ist wohl nicht ungewöhnlich, aber das Blog sei angeblich anonym geführt worden. Außerdem darf man sich fragen, welche Relevanz die Aussage der Freundin für die Bewerbung hat. Das Unternehmen hat zugegeben, dass es ein Versehen war, den Ausdruck mit zurückzuschicken, will sich aber nicht dazu äußern inwieweit das Blog eine Rolle bei der Entscheidung gespielt hat.

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Harpo - Moviestar

([Youtube DirektLink](http://youtube.com/watch?v=Pb3H7-M1Cr0))

Noch so ein Fall von “Wie? Auch der war Schwede?”.
1976 war das der Sommerhit von Harpo. Das Video ist -grottenschl- eher weniger gut.

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Statistiken: Fett sein und blau machen

Sind sie nicht toll, all die Zahlen mit denen wir Menschen uns gern untereinander vergleichen? Ich mag Statistiken. Die allgemeine Skepsis gegenüber Zahlen, die sich in dem bekannten Spruch zum “selbst fälschen” äußert, ist teils berechtigt. Das liegt vor allem daran, dass oft nur die Zahlen genannt werden, ohne dazuzusagen, wie sie erhoben wurden, wie die Verteilung der Werte aussah, was die Schwachstellen sind und welche Schlussfolgerungen wirklich gezogen werden können..

Das kostet aber leider mehr Mühe und Zeit und interessiert zu wenige. Wer möchte schon die Details wissen, wenn man stattdessen einfach nur zu lesen braucht: Deutsche haben in Moppel-Liga den Bauch vorn. In Schweden lautete die Schlagzeile entsprechend Tyskarna toppar fetmaligan i Europa (Die Deutschen in der Europa-Liga der Fetten ganz oben).

Dabei bietet der SpOn-Artikel immerhin aufschlussreiche Graphen und Karten. In Schweden scheint Übergewicht also ein kleineres Problem zu sein. Der große Unterschied zu Finnland hat mich überrascht.

Das Thema ist hier regelmäßig in den Medien, vor allem im Zusammenhang mit Kindern und dem Essen, das sie in den Schulen bekommen. Erst neulich las ich, dass das Verbannen von Zucker aus dem Schulessen erfolgreich war (Quelle verlegt) und dass die Anzahl übergewichtiger Kinder wieder abnimmt (S).

Zur zweiten Statistik: Eine Studie aus München besagt, die Schweden seien nach den Indern die fleißigsten Simulaten (E). 7.6 der 17.3 Krankheitstage pro Jahr sind Schweden nach eigenen Angaben nicht wirklich krank, sondern wollen nur nicht arbeiten. Deutsche machen im Durchschnitt nur 1.8 Tage im Jahr blau. Sagt die Statistik.

Im Unterschied zum Übergewicht, lässt sich die Anzahl der selbsterwirkten Urlaubstage aber nicht objektiv messen. Man ist auf die Befragung der Leute angewiesen und damit auf deren Ehrlichkeit. Anstatt

Die Schweden machen viermal so viel blau wie die Deutschen.

könnte die Schlussfolgerung genauso lauten:

Schweden viermal so ehrlich wie die Deutschen.

Man weiß es eben nicht. Vielleicht haben Deutsche mehr Angst, ihre Arbeit zu verlieren und machen deswegen weniger blau, oder geben es deswegen weniger zu? Vielleicht denken Deutsche eher “Das geht euch gar nichts an!” als Schweden, die weniger misstrauisch sind und private Angaben leichter preisgeben? Dazu kommt noch, dass allein schon wegen der verschiedenen Sprachen die Frage nicht überall genau gleich gestellt werden kann und so die Ergebnisse nicht vergleichbar werden, selbst wenn die Studie immer von den gleichen Leuten betreut wurde.

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Lokalnachrichten

Zwei kurze Meldungen aus Uppsala, die mir neulich unterkamen.

  • Neben Upplands Museum direkt am Flüsschen Fyrisån wurde in letzter Zeit ein neuer kleiner Park gebaut. Weiß jemand noch was dort vorher war? Auf jeden Fall gab es Streit darüber, wie der Park heißen soll. Jetzt haben sich die Konservativen in der Gemeindeverwaltung durchgesetzt und den Namen Rosénparken beschlossen. Namensgeber ist Nils Rosén von Rosenstein (S), Medizinprofessor und Rektor der Uni Uppsala im 18. Jahrhundert. Außerdem war er einer der Lehrer Carl von Linnés.

  • Immerhin müssen Überwachungskameras noch behördlich genehmigt werden, aber diese Genehmigung wird immer öfter erteilt (S). Wurde 2000 noch sieben Antragstellern aus der Region Uppsala erlaubt, Kameras aufzustellen, waren es 2006 schon 23. Immer mehr kleine Geschäfte wollen ihre Kunden überwachen, nicht mehr nur Banken und Industriebetriebe. Ich war letzte Woche in einem der hiesigen Gymnasien und fand die zahlreichen Kameras dort ziemlich abstoßend. Man darf vor allem nicht vergessen, dass Überwachung kein wirksames Mittel (S) gegen Kriminalität ist.

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Kommentare in Bildts Blog - Skandal?

Etwas seltsam ist es schon, ein Bildschirmfoto des eigenen Blogs woanders als Beleg für etwas zu sehen. Der Mensch, der wie beschrieben die Kommentare im Blog des schwedischen Außenministers Carl Bildt anprangert, die zum Völkermord an Palästinensern aufrufen, nimmt meinen kleinen Beitrag als ein Beispiel (S) dafür, dass die “Affäre” sich über die Grenzen von Schweden hinweg ausweitet.

Er geht soweit, den Vergleich mit den Mohammed-Karikaturen aus Dänemark zu ziehen, und fragt, wann Leute im nahen Osten zu demonstrieren anfangen und die erste Botschaft brennt. Ich bezweifle, dass es dazu kommen wird und auch, dass es dem Blogger gelingen wird, Bildt einen Strick aus der Sache zu drehen. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass dieser sehr wohl darauf achtet, die Bloggerei auf dem Niveau des Privatvergnügens zu halten und keinen offiziellen Anschein zu erwecken.

Auch wenn man ihm deshalb zugestehen sollte, nicht alle Kommentare vor Veröffentlichung zu lesen, ist es allerdings etwas unverständlich, warum auch nach Kenntnisnahme nicht gelöscht wird.

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