En svensk tiger

alttext Aus der Rubrik “Worüber ich schon lange schreiben wollte” heute: ein schwedischer Tiger.

En svensk tiger ist die Bildunterschrift unter dem schwedisch blau-gelb gestreiften Tiger (siehe Bild), der auf dem noch heute sehr bekannten Propagandaplakat aus der Zeit des zweiten Weltkrieges zu sehen war. Der Witz und Sinn erschließt sich einem erst, wenn man die andere Bedeutung des Slogans kennt. Neben “ein schwedischer Tiger” kann die Aussage des Satzes nämlich ebenso “ein Schwede schweigt” sein. Die Schweden sollten also ermuntert werden, vorsichtig im Umgang mit Fremden zu sein und keine militärischen Geheimnisse zu verraten.

Der Tiger wurde 1941 von Bertil Almqvist gezeichnet und das Bild ging nach seinem Tod 1972 an seine Töchter, die es wiederum dem Beredskapsmuseet schenkten. Als dieses jedoch anfing, den Tiger auf Anstecknadeln und Tassen zu drucken, wurde es vom schwedischen Militär verklagt, das die Figur als Markenzeichen registriert hatte. In zweiter Instanz wurde jetzt zugunsten des Museums entschieden (S) und festgestellt, dass das Militär nur die Verwertungsrechte zur Öffentlichkeitsarbeit in Kriegszeiten habe.

(Auf meine Nachfrage hin erfuhr ich vom Museum, dass man das Bild verwenden darf, solange man dies im Zusammenhang mit seiner Geschichte tut.)

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Snäcka

Snäcka

Nicht zu verwechseln mit snigel – das sind die ohne Haus.

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Steuer erklären

An die mitlesenden Schwedenbewohner: Ihr habt noch drei Stunden, eure Steuererklärung loszuwerden. Sonst tragt ihr zu den fast 100 Millionen Kronen bei, die Schweden jährlich an Verspätungsgebühren einnimmt.

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Kent - Music Non Stop

([YouTube DirektLink](http://youtube.com/watch?v=aN0nvjar0dA))

Ich mag Kent ja eigentlich gar nicht. Hier in Schweden sind die richtig populär und ich frage mich gerade, ob die in Deutschland überhaupt jemand kent. Einen deutschen Wikipedia-Artikel haben sie zumindest.

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Die ängstlichen Schweden

Wer dies noch nicht getan hat, lese jetzt ganz schnell Angstlust im Sehnsuchtsland, den dritten und letzten Artikel der ZEIT-Reihe Im Norden alles besser?, diesmal über Schweden. Es geht darum, wie Leute in einem der sichersten Länder der Welt eine irrationale Angst vor Kriminalität entwickeln und wie Delikte trotz niedriger und weiter sinkender Zahlen die Medien füllen. Der Palme-Mord und der “Haga-Mann” dienen als Beispiele.

Ich kann die im Artikel beschriebene Stimmung im Prinzip bestätigen und störe mich schon länger daran. Zum Beispiel hatten gestern 11 von 60 Meldungen von SvD Inrikes mit Kriminalität zu tun, meist nicht einmal Mord, sondern Dinge wie Raufereien oder Sachbeschädigung, die trotzdem landesweit berichtet werden. Dazu kamen noch 6 Unfälle oder Unglücke. Ekot berichtete in der Lokalausgabe davon, dass hier in Uppsala jemand beim Stehlen in einem Supermarkt erwischt wurde. Lästig.

Es interessiert mich nicht, wer wen gestern vermöbelt oder umgebracht hat – dazu hat der Rechtsstaat ausreichende und geeignete Mittel zur Hand. Es interessiert mich sehr wohl, wenn ohne vernünftigen Grund die Mittel und Strafen verschärft werden, nur weil Politiker sich nicht trauen, der allgemeinen Ängstlichkeit entgegenzuhalten. Das ist allerdings kein schwedisches Problem allein, sondern gilt in gleichem Maße für Deutschland.

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Blogpause

-Blogpause. Zuviel anderes gerade. Zum Stöbern verweise ich auf das Archiv.- Vorbei. ;)

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Wein im Supermarkt?

Angeblich hat die Stockholmer Zentrumspartei auf ihrem Frühlingstreffen am Dienstag beschlossen, darauf hinzuarbeiten, dass Wein und Bier in Zukunft in Lebensmittelläden verkauft werden dürfen. Außerdem will man in der Regierung anregen, einen Fahrplan aufzustellen, wie man die Alkoholsteuer auf europäisches Niveau senkt. (S, S)

Dass es dazu kommt, glaub’ ich erst, wenn ich es sehe. Und ich weiß nicht einmal, ob ich es gut fände.

(mehr zum Thema Alkohol)

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Skilla

Skilla

Auf Deutsch heißen sie wohl Schneestolz oder Schneeglanz. Die Zeit, in der die hier ganze Vorgärten und städtische Parks blau färben, neigt sich gerade dem Ende zu.

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Weniger EU-Ablehnung in Schweden

Radio Schweden schreibt:

Die Schweden schätzen ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Union so sehr wie noch nie seit dem Beitritt des Landes 1995. [...] Ganze 43 Prozent der schwedischen Bevölkerung befürworten demnach die Mitgliedschaft im Staatenbündnis. Damit klettert Schweden von den hinteren Rängen der 27 Mitgliedstaaten immerhin auf Platz 18, wenn es um die Zustimmung zur EU geht.

Da stimme ich Rainer zu, dass das gute Neuigkeiten sind. Mehr bei Radio Schweden.

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Kein Job wegen des Blogs der Freundin?

Private Blogs können unerwartete Auswirkungen (E) haben. Ein junger Ingenieur aus Göteborg bewarb sich auf eine Stelle in Norrköping, wurde jedoch abgelehnt. In den Papieren die er zurückgeschickt bekam, fand er einen Ausdruck des Blogs seiner Freundin, in dem sie sich geäußert hatte, dass sie nur ungern aus Göteborg wegziehen würde. Es klebte ein Zettel am Ausdruck mit der Aufschrift "Was tun?â€?.

Dass Arbeitgeber im Internet nach Informationen über ihre Bewerber suchen, ist wohl nicht ungewöhnlich, aber das Blog sei angeblich anonym geführt worden. Außerdem darf man sich fragen, welche Relevanz die Aussage der Freundin für die Bewerbung hat. Das Unternehmen hat zugegeben, dass es ein Versehen war, den Ausdruck mit zurückzuschicken, will sich aber nicht dazu äußern inwieweit das Blog eine Rolle bei der Entscheidung gespielt hat.

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