Erstes Verbot für Reifen mit Spikes

Die Diskussion für und wieder Winterreifen mit Spikes ist eine anhaltende in Schweden und bisher sind sie generell erlaubt. Die Straßenbehörde versucht mit Reklamkampagnen, zumindest Großstadtbewohner davon zu überzeugen, auf die Metallnoppen zu verzichten, denn sie gelten als Hauptverursacher der hohen Feinstaubwerte in Städten zur Winterzeit.

Nachdem man mit der EU geklärt hat, dass es in Ordnung ist, lokalen Verwaltungen per Gesetzesänderung die Macht zu geben, selbst über solche entsprechende Verkehrsverbote zu entscheiden, hat die Regierung eben dies auch gleich getan und das erste Verbot von Spike-Reifen wird schon zum Jahreswechsel in Kraft treten: auf der Hornsgatan im Stockholmer Södermalm.

Das ist zwar nur eine Straße, aber erstens eine wichtige und zweitens ein deutliches Signal, das gerade noch rechtzeitig kommt, bevor alle Autofahrer der Hauptstadt die Wahl für oder gegen Spikes treffen. Nächsten Winter soll ganz Södermalm frei von Spikes bleiben. Göteborg will nachziehen.

Fabian schreibt auch zum Thema.

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Mando Diao - Good Morning Herr Horst

[Videolink](http://www.youtube.com/watch?v=JPZI52UeULQ)

So viele Videos hier über die Jahre und noch keins von Mando Diao – bisher.

Irgendwie auch via Spreeblick.

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Gegenseitiges Vertrauen im Norden

Leider ohne Quellenangabe las ich heute Morgen eine kurze Notiz in der Zeitung, die das allgemeine Bild von Skandinavien zu bestätigen scheint: Norwegen, Dänen, Finnen und Schweden führen (in dieser Reihenfolge) die Liste an, wenn es um die Frage geht, ob man andere Menschen generell für vertrauenswürdig hält. Über zwei Drittel (in Norwegen fast vier Fünftel) denken so und unter einem Sechstel der Bevölkerung haben eine skeptische Grundhaltung gegenüber Mitmenschen. In Westeuropa sind Portugiesen die skeptischsten (57%), jedoch weit geschlagen vom ehemaligen Ostblock. Aus Bulgarien werden zum Beispiel genau umgekehrte Zahlen zu Schweden berichtet, also zwei Drittel skeptisch und nur ein Sechstel vertrauensvoll.

Die Schlussfolgerung der Zeitungsnotiz, dass Vertrauen Erfolg mit sich zieht (die anderen nordischen Länder sind reicher und vertrauensvoller als Schweden) würde ich mit Blick aufs restliche Europa jedoch eher umkehren: Wohlstand aller als Voraussetzung für einen entspannten und vertrauensvollen Umgang miteinander.

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Der Hochzeitsfotograf in der Filmstadt

Am Samstag waren wir im Kino, nicht in irgendeinem, sondern im für die schwedische Filmgeschichte wichtigen Filmstaden in Solna/Råsunda im nördlichen Stockholm. Auf dem Gelände wurden von 1920 bis 1968 hunderte von Filmen gedreht und es steht heute unter Denkmalschutz. Mehr dazu weiß die Wikipedia.

Der Film, den wir sahen, war Bröllopsfotografen, zu Deutsch “Der Hochzeitsfotograf”. Es ist die Geschichte von Robin, Sohn des Vorarbeiters einer Fabrik in Värmland, in der das ganze Dorf arbeitet und die stillgelegt wird. Robin landet in der Stockholmer High Society und wird zunächst als Landei belächelt. Er lernt jedoch schnell und entwickelt sich vom einigermaßen sympathischen Underdog zum intriganten Ekel, das bei seinem ersten Heimatbesuch Streit mit seiner Familie sucht.

Der Film ist sicher kein Meilenstein, aber ich fand ihn überraschend gut. Denn neben der erwarteten Komödie, die sich an der überspitzten, doch nicht ganz falschen Bizarrheit sowohl der Land- als auch der Stadtbevölkerung ergötzt, regt Bröllopsfotografen auch zum Nachdenken an. Keine der beiden Seiten kommt gut weg und keine der Hauptfiguren ist Identifikationsfigur oder reiner Bösewicht.

Sprache spielt eine wichtige Rolle durch Gegensatz zwischen dem deutlichen Dialekt aus Värmland und Stockholm-Oberschicht-Schwedisch. Das würde beim Übersetzen verloren gehen und ich denke auch nicht, dass es für diese Art von Filmen Export-Pläne gibt.

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.se kaputt

Gestern war anscheinend das schwedische Internet, also alle Seiten mit Endung .se, kaputt (Link, Link) und ich hab’ nichtmal was gemerkt.

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Snart

Bald

Noch nicht, aber bald.

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Första snön

Brrrr! Erster Schnee in Stockholm. Zwar noch mit Regen vermischt und nicht liegen bleibend, doch definitiv Schnee. Übrigens ist, wie erwartet, die Zahl der “Rennradpendler” inzwischen stark eingebrochen.

Nachtrag 091014: Heute morgen wieder Schnee – diesmal auch auf den Wegen liegen geblieben und zu Eis geworden. Ab jetzt also ein halbes Jahr vorsichtiger radfahren…

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Wort der Woche: Blodpudding

Zu den Prinzipien der Hausmannskost gehört immer, dass alles Essbare, das sich am geschlachteten Tier finden lässt, auch verwendet wird – auch das Blut. Im südlichsten Schweden wird aus letzterem wie in Deutschland Blutwurst gemacht. Im restlichen Schweden ist dagegen der “Blutpudding” gebräuchlicher.

Dabei wird das Blut mit Roggenmehl, Milch, Speck/Fett und Sirup vermischt und mit Majoran, Pfeffer und Zwiebeln gewürzt. Der Teig wird dann in einer Form im Wasserbad gebacken, bis er fest ist und die typische dunkelrot-braune Farbe erhält und einige Zeit haltbar ist. Das Rezept war überall ein wenig anders, aber heute macht kaum noch jemand selbst Blodpudding, sondern man kauft industriell gefertigten. Dieser ist durchaus eine beliebte Speise, weil billig, nahrhaft und schnell zuzubereiten. Man findet ihn in jedem schwedischen Supermarkt.

Man isst den Blodpudding nicht kalt, sondern schneidet den Klumpen in Scheiben, die man in der Pfanne anbrät. Je nach Geschmack kann man ihn innen saftig und rot belassen oder so weit durchbraten, dass man vergisst, dass es sich um Blut handelt. Schweden sind natürlich auch so weit von der Bauerngesellschaft entfernt, dass Blut essen nicht jedermanns Sache ist. Die üblichsten Beilagen sind knusprig gebratener Speck und Preiselbeeren, doch es gibt allerlei Varianten. Auch Äpfel oder Kartoffeln und Kohl passen zum Blodpudding.

Im Restaurant wird man Blutpudding nur sehr selten antreffen. Wer ihn also noch nicht probiert hat, dem sei beim nächsten Schwedenaufenthalt der Zugang zu einer Pfanne empfohlen. Mir schmeckt er jedenfalls – aber ich bin ja auch “vom Land” und mit frischer Blutwurst aufgewachsen.

Zum Abschluss noch der Link zur Bildersuche für den optischen Eindruck.

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Ansikten

~~Wer das möchte, kann sich neuerdings hier im Blog neben seinen Kommentaren ein Bildchen anzeigen lassen. Dazu muss man sich bei Gravatar anmelden und sein Bild derselben Email-Adresse zuordnen, die man hier beim Kommentieren angegeben hat. Dann funktioniert das auch nachträglich, wie z.B. hier. Wollt’s nur gesagt haben…~~

Doch dann fiel mir wieder ein, dass dann ja jeder Zugriff hier auch die Bilder von deren Seite nachladen würde und somit jeder Fiket-Leser an Gravatar “verraten” würde. Das ist mit meinem Anliegen, die Privatsphäre meiner Besucher bestmöglich zu wahren, natürlich unvereinbar und deswegen sind die Bildchen wieder weg. In diesem Zusammenhang sei übrigens auch einmal erwähnt, dass ich die IP-Adressen der Besucher nicht speichere, sondern schon im Webserver wegwerfen lasse.

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Klaviertreppen

[Videolink](http://www.youtube.com/watch?v=2lXh2n0aPyw), via [@erdgeist](http://twitter.com/erdgeist/statuses/4753810513)

Tolle Idee! Ein wenig schade, dass es sich am Ende als Werbung herausstellt.

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