Aurora

Ich war ja eigentlich recht zufrieden mit meinem Nordlichtbild. Es geht aber noch viel besser.

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Lars Demian - Expressen

[Videolink](http://youtube.com/watch?v=tiWURw420qM), [Lars Demians Webseite](http://www.demian.se/)

Lars Demian ist schwedischer “Troubadour” mit Texten abseits des üblichen popmusikalischen Blablas. Es muss 2002 gewesen sein, dass ich Demian auf dem Festival in Arvika sah und ihn schon damals mochte, ohne alles zu verstehen oder ihn gar einordnen zu können.

Im obigen Lied seines neuen Albums besingt er die Lügen, die er von sich geben würde, wenn er für den Expressen schreiben würde, eine der beiden großen schwedischen Abendzeitungen auf BILD-Niveau.

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Nobelpreise 2007

Wie schon erwähnt öffnet heute der diesjährige Reigen mit den Nobelpreisen. Da er nicht mehr von der Startseite verlinkt ist, hier noch einmal der Hinweis auf den RSS-Feed. Außerdem gibt es inzwischen den Videokanal bei YouTube.

  • 8.10.07, der Preis für Medizin und Physiologie geht zu einem Drittel nach Großbritannien und zu zwei Dritteln in die USA. Capecchi, Evans und Smithies werden für ihre Entdeckungen der Prinzipien, wie man mithilfe embryonaler Stammzellen bestimmte genetische Veränderungen in Mäuse einführt, ausgezeichnet. Dass keiner der drei Preisträger gebürtiger Amerikaner ist, ist zum einen ein schönes Beispiel, wie die USA vom brain drain profitiert haben und sich zu Recht sorgen machen, dass dieser in letzter Zeit aus politischen Gründen ins Stocken kommt. Zum anderen ist die Vergabe in die USA beim dort sehr kontroversen Thema Stammzellenforschung wohl auch nicht unpolitisch. Mehr auch bei Radio Schweden.
  • 9.10.07, der Preis für Physik geht zu jeweils der Hälfte an den Franzosen Albert Fert und an den Deutschen Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich. Sie werden für die Entdeckung des “gigantischen magnetischen Widerstandes” ausgezeichnet. Ich bin zwar Physiker, weiß aber auf Anhieb auch nicht mehr als dass es um Materialien geht, die ihre Magnetisierung nur unwillig ändern und deshalb in allen heutigen Festplatten zum Datenspeichern eingesetzt werden. Schon in diesen Tagen wird aber hier im Haus einer der Professoren einen Vortrag zum Thema halten und im Dezember kommen auch die Preisträger selbst nach Uppsala für eine Vorlesung.
  • 10.10.07, der Preis für Chemie geht an eine einzelne Person, Gerhard Ertl vom Fritz-Haber-Institut in Berlin für seine Studien der chemischen Prozesse auf den Oberflächen von Festkörpern. Es geht also darum, wie Oberflächen als Katalysatoren für chemische Prozesse wirken können. Das Anwendungsgebiet reicht von Rost, über Brennstoffzellen und die Halbleiterindustrie bis zur Zerstörung der Ozonschicht. Mehr dazu unter anderem hier und hier.
  • 11.10.07, der Literaturpreis geht an die Engländerin Doris Lessing, die Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat. Mehr über sie weiß die Wikipedia.
  • 12.10.07, der Friedenspreis geht zu jeweils der Hälfte an das International Panel for Climate Change und an Al Gore. Ja, den Al Gore, der eigentlich die Präsidentenwahl 2000 in den USA gewonnen hat und der letztes Jahr mit seinem Dokumentarfilm An Unconvenient Truth noch bekannter wurde.
  • 15.10.07, Der Preis der der schwedischen Riksbank für [**Wirtschaftswissenschaften**](http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2007/) zu Ehren von Alfred Nobel geht zu je einem Drittel an *Hurwicz, Maskin* und *Myerson* aus den USA \_dafür, dass sie die Grundlagen der **mechanism design**-Theorie gelegt haben. Es geht wohl darum, wann und mit welchen Regeln Märkte gut oder schlecht funktionieren. Die Verleihung ist wie jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von [Alfred Nobel](http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Nobel).
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Wort der Woche: Raggarrunda

Raggarrunda steht fast seit Beginn von Fiket auf der Liste, Wort der Woche zu werden. Es hat wohl so lange warten müssen, weil es nicht ganz einfach zu erklären ist und ein Text dem Leser nur einen blassen Eindruck vermitteln kann im Vergleich dazu, einen Freitagabend in einer schwedischen Kleinstadt zu verbringen.

Ragga ist zunächst einmal eines jener Verben, die man eher selten geschrieben sieht, und bedeutet “jemanden aufreißen” oder “anmachen”. Abgeschwächt, seiner rein sexuellen Bedeutung beraubt und halb ironisch kann man es auch für “mit jemandem anbandeln” verwenden.

Dann gibt es Raggare. Raggare fahren amerikanische Straßenkreuzer aus den Fünfzigern. Raggare sehen ein wenig aus wie Elvis. Sie fahren amerikanische Straßenkreuzer aus den Fünfzigern. Raggare hören Rock’n Roll. Raggare fahren amerikanische Straßenkreuzer aus den Fünfzigern und Sechzigern. Raggare und ihre Subkultur gibt es schon lange in Schweden und nach einem Tief in den Achtzigern und Neunzigern scheint sie wieder an Popularität zuzulegen. Raggare fahren amerikanische Straßenkreuzer aus den Fünfzigern und verwenden sie als Hilfe bei der namensgebenden Tätigkeit (siehe oben). Raggare hören Rockabilly. Sie waren in den Siebzigern der Antipol zu Punks. Und das Wichtigste: Raggare fahren amerikanische Straßenkreuzer aus den Fünfzigern.

Damit patrouillieren sie am Wochenende die Runde zwischen Marktplatz, Folkets Hus, Tankstelle, Würstchenbude und zurück. Das ist die sogenannte Raggarrunda.

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Burma och Bullar

Außerdem ist heute noch Kanelbullens dag in Schweden und der internationale Free Burma Blogger-Aktionstag.

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50 Jahre Sputnik 1

Heute vor 50 Jahren schoss die Sowjetunion Sputnik 1, den ersten künstlichen Satelliten, in eine Erdumlaufbahn. Unser Institut, zu dem auch Satellitenbauer gehören, feierte demensprechend gerade öffentlich mit einer kleinen Ausstellung (alte Zeitungsartikel, ein Modell und der Originalton von Sputnik) und Torte:

Sputnik-Torte

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Weiterhin keine Anklage

Anderthalb Jahre ist die Razzia bei der Pirate Bay jetzt her. Eine Anklage gibt es immer noch nicht und der Staatsanwalt hat gerade weiteren Aufschub angekündigt. Immerhin werden jetzt die meisten Server zurückgegeben, darunter viele, die nicht das geringste mit der Pirate Bay zu tun hatten.

Warum man 18 Monate brauchte, die Festplatten zu kopieren, erfährt man nicht und die Vermutung, dass wie erwartet nichts illegales gefunden wird, bleibt noch eine Weile unbestätigt.

Nachtrag: Fast hätte ich es vergessen. Vor kurzem ist eine große Menge Email-Korrespondenz an die Öffentlichkeit gelangt, die zu belegen scheint, dass Platten- und Filmfirmen aktiv Hacker angeheuert haben, um die Pirate Bay zu sabotieren. Diese hat deswegen eine eigene Klage eingereicht. Die Liste mit beschuldigten Firmen hinter diesem Link liest sich wie das “Who’s who” der Industrie.

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Der Carnegieskandal

Schweden hat zur Zeit einen Banken- und Finanzskandal. Carnegie, die auch die Regierung bei den anstehenden Privatisierungen berät, hat Bilanzen gefälscht. Es gab die ersten Rücktritte und die Opposition schlachtet das Thema genüsslich aus.

Details interessieren mich bei solchen Dingen meist wenig und meine intuitive Meinung schwankt zwischen “Kein Wunder” und “Gut, dass es wenigstens rauskommt”. Dass bei Privatisierungen der Staat Geld verschwendet, im Großen wie im Kleinen, ist nicht neu. Passend zum heutigen Feiertag in Deutschland, sei an die Treuhand erinnert.

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Reggaeskräp

Reggaeabfall

Der Zeltplatz nach dem diesjährigen Reggaefestival in Uppsala. Sieht aus, als wäre es ein Erfolg gewesen.

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3. Oktober

Glückwunsch!

Mauerfall und Wiedervereinigung sind als wohl wichtigstes Ereignis in der deutschen Geschichte seit der Gründung der Bundesrepublik auch im Ausland noch gut in Erinnerung. Dass sich Korea interessiert, das gerade wieder einmal vorsichtige Schritte zur Annäherung der beiden Teile tut, verwundert kaum.

Gleiches gilt jedoch auch für die europäischen Nachbarn. In Schweden schreibt zum Beispiel SvD in der heutigen Ausgabe darüber, wie die DDR lange Zeit in Filmen romantisiert wurde, sich jetzt aber das Bild wieder eher zum Negativen wendet.

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