Eine der Reformen, auf die die jetzt ein Jahr alte schwedische Regierung
immer Wert gelegt hat, betrifft die Immobiliensteuer, schwedisch (und
sogar wörtlich) fastighetsskatt. Und zwar soll sie abgeschafft werden,
weil sie angeblich als ungerecht empfunden wird.
Nach einiger Diskussion liegt jetzt der Vorschlag auf dem Tisch, die
Steuer abzuschaffen und durch eine kommunale Abgabe zu ersetzen.
Abgesehen davon, dass Abgaben anstatt Steuern die Besserverdienenden
bevorzugen, soll sie mit bis zu 6000 Kronen auch nicht allzu gering
ausfallen. Aber die Immobiliensteuer wird abgeschafft.
Der Clou ist jedoch, dass der Lagrådet, die Behörde, die wichtige
Gesetzesvorschläge prüft, bevor sie ins Parlament gehen, findet, dass
der Begriff “kommunale Immobilienabgabe” nicht
zutrifft, weil
einerseits die Kommunen keine Gegenleistung erbringen und das Niveau vom
Staat festgelegt wird. Zum anderen handelt es sich in der Praxis doch um
eine Steuer^1^, weshalb der Lagrådet vorschlägt, die
Abgabe doch besser fastighetsskatt zu nennen.
^1^Die Abgabe wächst mit dem Wert des Hauses, ist aber
gedeckelt.
(via)