The Bear Quartet - Before The Trenches

[Videolink](http://www.youtube.com/watch?v=mOlDhgIGOsY), [WP-Link](http://de.wikipedia.org/wiki/The_Bear_Quartet)

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Wort der Woche: Årets julklapp

Årets julklapp bedeutet “das Weihnachtsgeschenk des Jahres”. Das ist ein Titel, den das Handelns utredningsinstitut (in etwa: “Institut für Einzelhandelsforschung”) seit 1988 jährlich vergibt. Man versucht dabei, etwas aktuelles und zeitgemäßes zu finden, das sich aller Voraussicht nach im Weihnachtsgeschäft gut verkaufen wird. Die Auszeichnung ist unter Schweden gut bekannt und es wird gerne diskutiert, ob die jeweils aktuelle Wahl eine gute oder schlechte ist.

Das “Weihnachtsgeschenk des Jahres” für 2009 ist Lesern dieses Blogs schon bekannt, denn es ist die Spikmatta. Die populäre Plastik-Utensilie ist zweifelsohne “zeitgemäß” und damit eine passende Wahl. Doch durch die unhaltbaren Behauptungen zur heilenden Wirkung derselben ist die Matte halb in der Esoterik-Ecke angesiedelt – wofür man nun wirklich nicht noch mehr Werbung machen sollte.

Zum Thema siehe auch Radio Schweden. Und nach dem Klick gibt es die gesamte Liste der Årets julklapp seit 1988.

  • 2009: Spikmatta
  • 2008: ein Erlebnis (Im Rahmen der Wirtschaftskrise wollte man die Kaufkraft auf Dienstleistungen innerhalb Schwedens lenken anstatt auf Importprodukte. Es wurden also Theater-, Kino- und sonstige Eintrittskarten empfohlen:)
  • 2007: ein GPS-Empfänger
  • 2006: ein Audio-Buch
  • 2005: ein Pokerset
  • 2004: ein Flach-Fernseher
  • 2003: eine Mütze
  • 2002: ein Kochbuch
  • 2001: Werkzeug
  • 2000: ein DVD-Player
  • 1999: Bücher
  • 1998: Computerspiele
  • 1997: elektronische Haustiere, z.B. Tamagotchi
  • 1996: ein Internetpaket
  • 1995: eine CD
  • 1994: ein Handy
  • 1993: Parfum
  • 1992: eine Spielkonsole
  • 1991: ein CD-Player
  • 1990: ein Wok
  • 1989: eine Videokamera
  • 1988: ein Backautomat Quelle: [Wikipedia](http://sv.wikipedia.org/wiki/%C3%85rets_julklapp)
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Vattenfall in der Kritik

Täglich ist zur Zeit etwas über Vattenfall in den schwedischen Zeitungen zu lesen. Der Energiekonzern ist im schwedischen Staatsbesitz und hat in den letzten zehn Jahren viel auf dem Kontinent investiert, nicht zuletzt in Kohle und Kernkraft in Deutschland. Und der dortige Aufruhr um Krümmel hat nicht wenig zum Vertrauensverlust in die Führung des Konzerns beigetragen.

Nicht nur dass nicht laufenden Kraftwerke viel Geld kosten und die Bilanz verhageln; auch dass Schweden durch die Verträge indirekt haftbar für Unfälle in Deutschland ist, sorgt für Unmut. So lustig wie Fefe finde ich das zwar nicht, andererseits sind eben solche Staatsgarantien eine übliche Subvention der Kernindustrie – denn eine normale Versicherung gegen einen GAU wäre unbezahlbar. Hat jetzt Deutschland einen Deal gemacht, das finanzielle Risiko auf Schweden abzuschieben, oder Schweden, indem es das reale Risiko eines Unfalls lieber ins Ausland trägt als daheim zu haben? Ansichtssache.

Als dann vorige Woche Pläne an die Öffentlichkeit kamen, dass Vattenfall das schwedische Stromnetz verkaufen wolle, um mehr in Kernenergie in Großbritannien zu investieren, war das Maß voll. In Schweden funktioniert die Trennung von Netzabgabe und Stromproduktion eigentlich recht gut: Man zahlt die Rechnung für den Transport an den Netzbetreiber (meist Vattenfall) und sucht sich seinen Stromproduzenten aus übersichtlichen Vergleichen wie elprisguiden aus und kann mit 10 Minuten Aufwand den Anbieter wechseln. Vattenfall hat in Schweden also die Doppelrolle als Netzbetreiber und Stromproduzent und ersteres ist ein gutes Argument für den Staat als Besitzer der Infrastruktur, genauso wie das Banverket als Betreiber des Schienennetzes in Staatsbesitz ist, während allerlei private Zugbetreiber auf den Gleisen fahren.

Kurz und gut: Vattenfall hat einiges an Vertrauen verspielt und die schwedische Regierung sah sich entgegen ihrer Maxime, staatliche Firmen nicht im Detail zu Steuern, gezwungen zu agieren. Und was tut man, um Kritik loszuwerden? Man wechselt den Chef aus. Der bisherige Geschäftsführer Lars G Josefsson wird vom Norweger Øystein Löseth abgelöst.

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20-jähriges

Herzlichen Glückwunsch, liebes Deutschland, zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls!

Ich war damals zwar erst elf und aus der fränkisch-hessischen Provinz gesehen war die Mauer weit weg – trotzdem saß ich gebannt vorm Fernseher mit den Bildern begeisterter Menschen.

Über den Zerfall des Ostblocks und die Geschehnisse in Deutschland in jenen Monaten war in den schwedischen Medien zuletzt viel und gut recherchiertes zu lesen. Sogar die ein oder andere Titelseite war es wert.

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The Real Group im Stockholmer Konzerthaus

Wir hatten gestern abend das Vergnügen, The Real Group live im Stockholmer Konzerthaus zu sehen. Das Ensemble, das seit 25 Jahren ein breites musikalisches Spektrum a capella auführt, hat meine schon hohen Erwartungen deutlich übertroffen. Mit richtig beeindruckenden Stimmen (nicht zuletzt der Bass von Anders Jalkéus), einer gesunden Portion Humor und Musik von Mozarts 40., einem Country-Stück, jede Menge eigener Lieder, die die Jazz-Wurzeln durchscheinen ließen, bis zu Oops, I did it again und einem Michael Jackson-Medley in der Zugabe, brachten die fünf den Konzertsaal zum Toben – trotz des eher hohen Altersdurchschnitts im Publikum.

Selbst reinhören kann man auf Last.fm und auf der Band-Homepage.

Kommendes Wochenende gibt die Real Group zwei Konzerte im Wiener Metropol und ich kann sehr empfehlen, dass sich noch um Karten bemüht, wer in der Gegend wohnt.

Mit dem wunderbaren Stück *Göta* endete der gestrige Abend: [Videolink](http://www.youtube.com/watch?v=5gyj5RdcDSg) [Wikipedia-Link](http://de.wikipedia.org/wiki/The_Real_Group) [The Real Community](http://www.therealcommunity.se/)

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Klimatsmart essen

SpOn hat einen Artikel über die CO2-Kennzeichnung von Lebensmitteln in Schweden. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass man immer mehr darauf achtet, wie klimatsmart etwas ist. Man gewöhnt sich auch sehr schnell daran und empfindet zum Beispiel die Kennzeichnung bei MAX als natürlichen Teil der Reklame.

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Schweinegrippeimpfung

Heute morgen bin ich zum vierten Mal bei einer der extra für die Schweinegrippe eingerichteten Impfstellen vorbei gegangen und unverrichteter Dinge wieder weg. Nichteinmal einen Kölapp bekam man mehr für den Rest des Tages, so groß ist der Andrang.

Wie gesagt ist die Schweinegrippe schon länger ein wichtiges Thema in Schweden und wird generell ernst genommen. Der Staat hat die Ambition, die ganze Bevölkerung zu impfen und seit letzter Woche läuft das Programm, wenngleich nicht immer genug Impfstoff zur Verfügung steht. Die Logistik hinter einem solchen Unterfangen ist ja auch nicht ganz einfach.

Der Andrang deutet darauf hin, dass man sich hierzulande nicht von suspekten Behauptungen, dass der Impfstoff ein höheres Risiko sei als die Krankheit, oder von Verschwörungstheorien bezüglich der Pharmaindustire irritieren lässt, sondern lieber den staatlichen Institutionen vertraut. Der kürzliche Tod wegen H1N1 eines davor gesunden kleinen Jungen mag auch eine Rolle spielen.

Zu früh kommt die Impfkampagne nicht, denn die Grippewelle ist angerollt:

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Nachtrag 091107: Die Organisation und das Setzen von Prioritäten ist Aufgabe der Regionalverwaltungen (landsting). Deshalb gibt es einige Unterschiede, wie weit man schon mit dem Impfen ist: Von unter 10% bis zu einem Viertel der Bevölkerung reicht die Spanne auf der Karte.

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Lavar

Flechten

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Ja zur Ostseepipeline

Die schwedische Regierung hat heute ihr Ja zur russischen Gaspipeline durch die Ostsee nach Deutschland gegeben und damit die Umwelt-, Sicherheits- und energiepolitischen Bedenken in den Wind geschlagen.

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