Män som hatar kvinnor

Ich habe dieser Tage endlich Män som hatar kvinnor gesehen. Die Verfilmung des ersten Buchs der Millennium-Trilogie des 2004 verstorbenen schwedischen Krimi-Autors Stieg Larsson wird in Deutschland in den nächsten Wochen in die Kinos kommen und Verblendung heißen. Wörtlich übersetzt lautet der schwedische Titel “Männer, die Frauen hassen”.

Ich will hier gar nicht die Handlung beschreiben oder gar verraten, wer der Bösewicht ist, sondern nur sagen, dass ich den Film gut fand – spannend, düster, teilweise unbehaglich und nicht sehr vorhersagbar. Wer ihn bald im Programm seines Kinos sieht, dem sei der Besuch also hiermit empfohlen.

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Actionfilm in echt?

Ein spektakulärer Raub hat sich heute früh morgens in einem Stockholmer Vorort zugetragen. Einbruch in das Wertsachenlager einer Sicherheitsfirma übers Dach – per Helikopter. Flucht in aller Ruhe und mit säckeweise Beute auf dem gleichen Weg, vor den Augen der Nachbarn. Bombenattrappe bei den Polizeihubschraubern, damit sie nicht starten können. Der Hubschrauber der Diebe ist mittlerweile verlassen aufgefunden worden und hat sich ebenfalls als gestohlen herausgestellt. Verletzt scheint bei dem ganzen keiner geworden zu sein.

Sachen gibt’s.

Nachtrag: Jetzt auch bei SpOn

Nachtrag 090924: Es scheint als ob auch das Timing sehr gut gewählt war: Morgen ist Lohntag in Schweden und die Geldautomaten sollten vor dem Wochenende gut gefüllt werden, unter anderem von eben diesem Lager aus. Man munkelt von einigen hundert Millionen Kronen Beute. Außerdem glaubt man, dass ein Fehlalarm im Lager vor einigen Wochen ein Test für die Reaktionszeit der Polizei war.

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The Ark - It takes a fool to remain sane

[Videolink](http://www.youtube.com/watch?v=GNay6BNhpDA)

Ein Klassiker von 2000, mit dem The Ark richtig bekannt wurden. Frontmann Ola Salo war heuer auch Sommarpratare (MP3) und erzählt unter anderem, wie er die USA-Tournee abbrechen musste, nachdem sein schlechter Witz bei der Einweihung der neuen schwedischen Botschaft über Flugzeuge, die in weiße Haus stürzen, für einen Eklat gesorgt hatte.

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Das schwedische Herbstbudget

Jedes Frühjahr und jeden Herbst legen schwedische Regierungen feierlich ihr Budget fürs kommende halbe Jahr vor. Dazu trägt es der Finanzminister in einer Prozession^^ vom Finanzministerium zum Reichstag, dem es vorgelegt wird und in einer Parlamentsdebatte auseinander gepflückt wird.

Gestern war die Zeit des Herbstbudgets gekommen. Im Frühling hieß es noch, es gäbe wegen der Wirtschaftskrise so gut wie keinen Platz für Reformen. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht gekommen und jetzt stehen einige Milliarden für Ausbildungs- und Arbeitsmarktmaßnahmen auf dem Programm. Die Kommunen bekommen auch einiges mehr Geld, um dort Entlassungen entgegenzuwirken.

Am meisten Widerstand regt sich gegen die geplanten Steuersenkungen. Für rund 15 Milliarden sollen Steuern für Arbeitnehmer, Rentner und Selbständige gesenkt werden. Das alles auf Pump: das Budget weist ein Defizit von knapp 80 Milliarden Kronen aus. Die Opposition hält die Senkungen für unverantwortlich und hätte das Geld lieber zur Krisenbekämpfung verwendet. Schließlich erwartet man für das nächste Jahr über 11 Prozent Arbeitslose.

Diese Grafik fasst die Zahlen zusammen.

Zur Verschuldung ist zu sagen, dass Schweden im Vergleich zu den meisten entwickelten Ländern sehr gut dasteht. Die Staatsverschuldung wächst zwar von 33 auf gut 40 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, aber das liegt nicht zuletzt daran, dass letzteres 2009 um 5 Prozent schrumpft. Zum Vergleich liegt die deutsche Staatsverschuldung bei über 60 Prozent und einen Haushaltsüberschuss in besseren Zeiten wie in Schweden sucht man dort vergeblich.

^★^ Dazu war heute ein sehr lustiges Foto in der Zeitung, das Finanzminister Anders Borg auf dem Weg zeigt – vor einem Tax Free-Schild

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Radfahren: Uppsala vs. Stockholm

Ich wohne jetzt seit etwa acht Monaten in Stockholm – nach fast sieben Jahren in Uppsala. Obwohl ich eine Dauerkarte für die U-Bahn habe und sie quasi vor unserer Haustür hält, fahre ich auch weiterhin Fahrrad.

Wie erwartet kann Stockholm Uppsala was das Radeln angeht nicht das Wasser reichen. Die vielen Studenten, die Rad-Autobahnen und die geringeren Ausmaße machen Uppsala zum Gewinner. Dort sind es genug Radler, dass man sich die Rücksicht der Autofahrer erkämpft hat. Andererseits ist es nicht stressfrei, einmal hinter dem Steuer zu sitzen und die skrupellosen Radfaher von allen Seiten und ohne die Verkehrsregeln zu beachten um sich herum schwirren zu sehen.

Doch allzu schlechtes kann man übers Radfahren in Stockholm auch nicht sagen. Es gibt ein Fahrradwegenetz und wenn man weiß, wo es ist, kommt man in der Regel prima und recht sicher vorwärts. Im Gegensatz zu Uppsala gibt es dagegen auch Straßen, auf denen das Radeln unangenehm ist (z.B. die Mäster Samuelsgatan). Die muss man eben meiden lernen.

Ein Phänomen ist mir in Stockholm aufgefallen, das in Uppsala weitgehend unbekannt ist: Rennrad-Pendler. In Uppsala gehörte ich zu den schnelleren Radfahrern. Dass ich überholt wurde, war die jährliche Ausnahme. In Stockholm, wenn ich an einem der Hauptausfallsradwege gen Norden (entlang der E18) fahre, passieren mich ganze Pulks von Leuten. Dabei handelt es sich um Pendler aus den Vororten, die die Möglichkeit zum Duschen am Arbeitsplatz haben (das ist keine Seltenheit) und die den Arbeitsweg zum täglichen Sport nutzen.

Modebewusst wie Schweden nun einmal auch beim Träning sind, gehören dann fesche Trikots in grellen Farben, Radlerhosen und ein schnittiges Rennrad dazu. Im Rucksack die Arbeitskleidung. Auf diese Art lassen sich auch zehn bis zwanzig Kilometer Arbeitsweg gut per Fahrrad bewältigen. Und natürlich ist es erfreulich, dass mehr und mehr diese umweltfreundliche und gesunde Art des Pendelns bevorzugen.

Unterdessen findet in den Zeitungen und der Lokalpolitik eine lebhafte Diskussion statt, wie man das Radfahren in Stockholm verbessern kann – ein sicheres Zeichen, dass das Rad als Verkehrsmittel in der Hauptstadt an Bedeutung gewinnt.

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Vicke Viking

Kristina schreibt Interessantes über Wickie. Aber warum Antiheld? Er ist doch offensichtlich der eigentliche Held, im Gegensatz zu den einfältigen Erwachsenen. Oder habe ich das damals missverstanden? :)

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Mannaminne

Mannaminne

Mannaminne (wörtlich in etwa “Menschengedenken”) ist eine fantastische Sammlung von einfach allem. Alte Straßenbahnen aus Norwegen, Rostock und Tallin, Historisches über die Nazis in Norwegen, ein ausgedientes Jagdflugzeug, ein Stein, der für Albert Speers Monumentalbauten in Berlin gedacht war, alte Autos (inklusive Isetta und Trabi), ein ganzes Haus über Ziehharmonikas, Originalentwürfe von bekannten Kunstwerken und vieles mehr. Das Ganze liegt bei Nordingrå an der hohen Küste. Mehr Bilder in der unteren Hälfte dieser Galerie.

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Nobel auf SpOn

SpOn hat heute einen netten Artikel über Alfred Nobel, Erfinder des Dynamits und Stifter der Nobelpreise.

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Herbsttagundnachtgleiche

Es ist wieder einmal der 21. September und damit sind Tag und Nacht heute weltweit gleich lang. Ab morgen habe ich für ein halbes Jahr wieder kürzere Tage als die meisten von euch. Warum, steht hier.

Die rapide kürzer werdenden Tage, sind nicht das einzige Hösttecken, Zeichen des Herbsts. Dass seit zwei, drei Wochen schönes Wetter auf einmal nicht mehr wärmer, sondern kälter bedeutet, ist ein anderes. Und natürlich die immer stärker werdenden Rot- und Gelbtöne an den Bäumen, die immer schwerer zu ignorieren sind.

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Wort der Woche: Klockren

Klockren ist ein häufig verwendetes Wort, wenn man etwas gut findet und seinen Beifall ausdrücken möchte – etwa wie “Toll!”, “Astrein!” oder “Fantastisch!” im Deutschen.

Klockren ist gleich Klocka (“Uhr”) plus Ren (“Rentier”), wie die Seite www.klockren.nu sehr schön illustriert.

Oder auch nicht. Beide Worte haben nämlich jeweils noch eine weitere Bedeutung: Klocka ist auch die “Glocke” und ren bedeutet “sauber”, “rein”. Klockren ist also nichts weiter als Schwedisch für “glockenrein”. Während dies im Deutschen nur im Zusammenhang mit Gesang verwendet wird, hat es im Schwedischen die gleiche umgangssprachliche und weit übertrage Bedeutung bekommen, wie “astrein” im Deutschen.

Dass man daraus etwas über die Mentalität der beiden Völker ableiten kann (Klänge begeistern in Schweden, Holz in Deutschland?), glaube ich jedoch nicht.

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