Herbststimmung

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es übertrieben finde, oder ob ich zustimme. Sobald es, wie jetzt gerade, im August ein paar Tage lang kühl und regnerisch ist, hört man von allen Seiten leicht melancholische Äußerungen über das Ende des Sommers.

Ganz falsch ist es nicht, der Herbst liegt in der Luft, es riecht danach. Sandalenwetter ist nicht mehr, auch wenn die Sonne scheint. Kräftskivor, die Gruppen mit neuen (Austausch-)Studenten in der Stadt, der wieder erstarkte Flogsta-Schrei, der halb ausverkaufte Supermarkt (die meisten Schweden sind gerade aus dem Urlaub zurück), die Dohlen über der Stadt: alles hösttecken – Boten des Herbstes.

Ich hatte auf jeden Fall einen guten Sommer und hoffe ihr auch.

Für mich hat heute die Uni wieder angefangen. Ich besuche den Intensivkurs Pedagogik för universitetslärare, auf dass ich meine Studenten in Zukunft besser -quäle- unterrichte. Bei der Vorstellungsrunde wurde wieder einmal sehr deutlich, wie viele junge Akademiker in Schweden Kinder haben: geschätzte 70% der teilnehmenden Doktoranden beiderlei Geschlechts. Wenn jemand Zahlen aus Deutschland kennt, bitte melden, aber ich würde den Anteil auf unter 20% schätzen.

Wie oft ich wegen des Kurses bis Anfang September dazu komme, hier zu schreiben, wird sich zeigen…

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Ost oder West?

Om mor rodde åt väst och far åt ost, åt vilket håll gick båten?

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Wird die Stockholmer U-Bahn deutsch?

Heute Nachmittag läuft die Frist für die Ausschreibung zum Betrieb der Stockholmer U-Bahn aus. Es geht darum, welche Firma im November 2009 den Betrieb bis 2017 übernehmen wird und der Auftrag wird auf etwa 35 Milliarden Kronen geschätzt. DN berichtet heute, dass neben zwei schwedischen, zwei französischen und einer Firma aus Hong-Kong auch die S-bahn Berlin GmbH auf der Bieterliste steht. Letztere ist eine Tochter der Deutschen Bahn.

Es geht hierbei wohlgemerkt nicht um einen Verkauf der U-Bahn, sondern darum, dass Stockholms lokaltrafik (SL) den praktischen Betrieb an eine Firma vergibt anstatt sich selbst darum zu kümmern. Die gewerkschaftlichen Fragen bezüglich der vielen Angestellten behauptet man schon im Vorfeld mit den Bietern geregelt zu haben. Über den “Gewinner” wird erst im Februar 2009 entschieden.

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Kubb

Kubb

Was Kubb ist, steht hier.

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Nichtlustig auf Schwedisch

Larson! ist eine in Schweden beliebte Comic-Zeitschrift, die Serien wie Gary Larson, Berglin, Sigges Lagun und Dilbert abdruckt. Soeben habe ich darin mit Überraschung und Freude eine Seite mit vier der tollen Zeichnungen von NICHTLUSTIG entdeckt – ins Schwedische übersetzt, allerdings mit dem unveränderten deutschen Titel.

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Lykke Li - I'm Good, I'm Gone

[Videolink](http://www.youtube.com/watch?v=ngd45o-M_M4), [über Lykke Li](http://de.wikipedia.org/wiki/Lykke_Li)

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Bilder im Überfluss

Ich bin endlich durch mit dem Sortieren und Hochladen meiner Bilder aus dem letzten halben Jahr. Unter den folgenden Links findet man zahlreiche Fotos von Orten oder Veranstaltungen, die teilweise schon hier im Blog erwähnt wurden. Als kleine Warnung sei vorweg gesagt, dass nicht alle Bilder von allgemeinem Interesse sein dürften.

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Vattenkrig i Stockholm

Hätte ich vorab davon gewusst, wäre ich vielleicht hingefahren: Gestern nachmittag haben sich etwa tausend Menschen, aufgeteilt in zwei Gruppen, eine riesige Wasserschlacht in Stockholm geliefert.

Das Ganze war Teil des Straßenfestes “Go08”, das anlässlich des Datums 080808 gefeiert wurde. Dazu muss man wissen, dass die Telefonvorwahl der schwedischen Hauptstadt 08 ist und dass “Null-Acht” (schw. noll-åtta) eine liebevoll-abschätzige Bezeichnung der Hauptstädtler ist.

Ausgedacht und organisiert wurde der Wasserkrieg, der eigentlich in der Altstadt stattfinden sollte, aber von der Polizei dann doch ins Gärdet verlegt wurde, über die Online-Platform Facebook, bei der über eine Million Schweden Mitglied sind.

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Koknäppargränd

Sträßchen in
Mora

Ein idyllisches Sträßchen mit seltsamem Namen in Mora. Ko ist die “Kuh”, knäppa bedeutet “schnalzen” oder “schießen” und ein gränd ist eine “Gasse”. Was der Mensch, nach dem diese Gasse benannt wurde, genau mit der Kuh gemacht hat, kann ich nur raten. Vielleicht war er Schlachter.

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Autos leihen statt kaufen

Mit Interesse habe ich gestern diesen Artikel gelesen, der von den guten Zeiten für Autoverleiher in Schweden berichtet. Über sieben Prozent mehr Fahrzeuge pro Jahr in den Flotten, zwanzig (!) Prozent mehr ausgeliehene Autos 2007 als im Jahr davor und eine Gewinnverdoppelung im gleichen Zeitraum sind beachtlich.

Die Ursachen sieht man in einer sich verändernden Einstellung zum Auto. Für viele hat es als Statussymbol ausgedient und wird vor allem als Umweltsünde gesehen. Man will eigentlich kein Auto haben, wenn man es nicht unbedingt täglich braucht. Stattdessen mietet man sich ein Auto bei den verschiedensten Gelegenheiten – vom Einkauf bei IKEA bis zur Fahrt in den Urlaub.

Ich finde diesen Trend sehr positiv und habe selbst seit Jahren kein Auto mehr, sondern leihe bei Gelegenheit. Bei meinem zweiten und bisher letzten Umzug nach Schweden 2003 erfand ich eine billigere Variante des Mietautos, das man an anderer Stelle wieder abgibt. Ich kaufte mir ein Paar Tage vorher bei Ebay einen alten Golf für 350 Euro, lud ihn mit meinen Dingen voll und fuhr nach Uppsala wo ich ihn wenig später mit leichtem Gewinn wieder verkaufe.

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