Als die Parteien der bürgerlichen Allianz sich vor der Wahl letzten
Herbst sehr sozialdemokratisch gaben und die Moderaten sogar “die neue
Arbeiterpartei” ausriefen, kauften ihnen das nicht wenige ab.
Schließlich wurden sie gewählt und übernahmen die Macht. Seitdem wird
jedoch immer mehr klar, wie sehr die konservative Regierung doch ihre
Klientel der Wohlhabenden bedient und das Leben für die ärmeren
Schichten der Bevölkerung erschwert.
Museen kosten wieder Geld. Die Arbeitslosenversicherung ist teurer und
leistet weniger. Öffentliche Verkehrsmittel kosten mehr. Umwelt- und
Kulturausgaben wurden gekürzt. Die Vermögenssteuer wird abgeschafft. In
der Gewerkschaft zu sein, ist teurer geworden. Unternehmer sollen
begünstigt werden. Das Motto ist also: Die Leute sollen Arbeit haben.
Und sie sollen auch wirklich arbeiten, denn sonst funktioniert das
System auch für die Reichen nicht mehr.
Neben den strengeren Regeln für Arbeitslose trifft es jetzt auch die
Kranken. Fabian hat ja erst neulich das Problem des “Krankfeierns” in
Schweden beschrieben und die
Regierung scheint das ähnlich zu sehen. Den vorab
durchgesickerten (S) Plänen nach, soll eine
neue gemeinsame Einheit von Polizei und Gesundheitsamt geschaffen
werden, die stichprobenartig Krankgeschriebene aufsucht und Alkoholtests
durchführt.
Das sei im Rahmen der strengen schwedischen Alkoholgesetzen vertretbar
und gerade an populären Feiertagen sollen die Kontrollen die “falschen”
von den echten Kranken unterscheiden helfen und so die dann
üblicherweise hohe Krankenquote senken. Die Höhe des geplanten Bußgeldes
oder andere Sanktionen sind bisher nicht bekannt. Als Nebeneffekt will
man auch die wirklich Kranken vom Trinken abhalten, da dies den
Heilungsprozess beeinträchtige.
Dieser Text war ein Aprilscherz, wie ein Klick auf den letzten Link
von Anfang an verriet.