Heute ist der dritte Donnerstag im August und deshalb die diesjährige surströmmingspremiär. Wohl bekomms!
Heute ist der dritte Donnerstag im August und deshalb die diesjährige surströmmingspremiär. Wohl bekomms!
Wenn es jedes Jahr die gleiche Neuigkeit gibt, dass in Schweden der Tourismus wächst und dass Ferienhäuser beliebt sind, ist es dann noch eine solche?
Im anhörbaren Interview hinter dem zweiten Link erfährt man dann aber immerhin, dass nur fünf Prozent der Ferienhäuser in Schweden in ausländischer Hand sind, dass das vor allem Norweger und Deutsche sind – erstere vor allem, weil es billiger ist als daheim – und dass es weniger Konkurrenz zwischen Einheimischen und Käufern aus dem Ausland gibt als man vermuten könnte. Die Schweden sind nämlich am liebsten an der Küste, die Norweger recht nah an der Landesgrenze und die Deutschen irgendwo im Wald.
[YouTube-Link](http://youtube.com/watch?v=hjEPTdToz5U), [Band-Seite](http://www.mimikry.nu/), [Liedtext](http://www.mimikry.nu/texter_kryptonit.html#_1)
Im Video sind T-Shirts von Asta Kask und Entombed zu sehen. Das sind auch Schweden, die allerdings um einiges “härtere” und unmelodischere Musik machen.
Das schwedische independent Label Labrador hat einen Sampler mit 68 Tracks von allen 28 eigenen Bands als Summer Sampler 2007 zum gratis Download bereitgestellt. Nein, nochmal von vorne.
Die schwedische unabhängige Plattenfirma Labrador bietet eine Zusammenstellung mit 68 Liedern von allen 28 eigenen Musiken und Gruppen als Sommerstichprobe 2007 zum kostenlosen Herunterladen an. Dabei handelt es sich vorrangig um Popmusik. Zuckersüß triefenden Pop. Twee-Pop.
Trotzdem war der Andrang so groß, dass die eigenen Rechner überlastet wurden. Und was tut man, gerade in Schweden, wenn man Musik an möglichst viele Menschen verteilen möchte? Man stellt sie in die Piratenbucht. Genau das hat Labrador getan und deshalb geht es zur Quelle der Musik hier entlang.
(via)
Wenn man ein Fahrrad sein halbes Leben lang gehabt hat, wächst es einem ein wenig ans Herz. Da macht es nichts, dass es aus dem Baumarkt war und dass ich mich schon so oft damit herumgeärgert habe. Ich hatte es schließlich schon zwei Mal nach Schweden importiert und außer dem Rahmen alles schon einmal ausgetauscht, meist selbst und damals in Heidelberg mit Hilfe der URRmEL. Grob geschätzt bin ich alleine in meiner Zeit in Schweden 10.000 Kilometer damit gefahren und es sah immer so schmutzig und zusammengestückelt aus, dass es mir nie jemand stahl.
In letzter Zeit kam mir jedoch immer häufiger der Gedanke, ein neues zu kaufen. Es standen wieder einmal lange aufgeschobene Reparaturen an und das eingerostete Gelenk der Lenkstange – man bekam starke Arme in Kurven – hielt ich für den letzten Sargnagel, der sich immer tiefer einschlug.
Und als ich dann gestern Nacht aus einem Vorort ganz am anderen Ende der Stadt für gut anderthalb Stunden nach Hause laufen musste, weil ich wieder einmal einen Platten hatte, reichte es. Vorhin habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft.
Die schwedische Traditionsmarke Skeppshult war mir schon länger aufgefallen. Dass das hochwertige Räder sind, sieht man ihnen an, wirkt sich aber natürlich auch auf den Preis aus. Das, das ich wollte^1^, ein klassisches Herrenrad mit schmalem Stahlrahmen, 8-Gang Nabenschaltung, Trommelbremse auch vorne und Nabendynamo, kostete dann auch gleich 7000 Kronen (750 Euro) neu. Von der Ausstattung her ähnliche Räder anderer Marken bekommt man für knapp 5000 – kein kleiner Unterschied.
Als mir der Händler dann aber das Exemplar von Skeppshult, auf dem sie Leute probefahren ließen, für 5500 Kronen anbot und ich ihn noch auf 5000 herunterhandelte, wurde es doch dieses. Jetzt muss ich nur noch meinen Ledersattel vom alten ummontieren. Ich hoffe ja sehr, dass das neue auch wieder 15 Jahre hält und mir hier in der Stadt des Fahrradklaus nicht abhanden kommt.
^1^Wer es genau wissen will: auf der Homepage auf “Modellprogramm” “herr” klicken, dann auf das “Elit” oben rechts und dann in der Reihe unten auf das dritte. Dass es auf der Homepage auch technische Anleitungen für Reparaturen gibt, machte mir Skeppshult neulich noch sympatischer.
Vom 21. bis 23. September, stilecht zur Tag- und Nachtgleiche, sind in Kiruna die Astronomdagar 2007. Diese “Astronomentage” sind ein Treffen von Astronomen aus Schweden. Das ist insofern ungewöhnlich, dass Konferenzen normalerweise auf ein Thema beschränkt sind und dann Leute aus aller Welt kommen, die sich dafür interessieren. Man bekommt da also Gelegenheit, die paar dutzend Astronomen von den wenigen anderen schwedischen Orten, an denen Astronomie betrieben wird, kennenzulernen und zu erfahren, was sie so machen.
Die Astronomdar finden alle zwei Jahre statt, zuletzt hier in Uppsala und davor in Lund, und sind meist eine angenehme Veranstaltung. Neben den zahlreichen Vorträgen wird es diesmal auch einen Ausflug zur Raketenbasis Esrange in der Nähe von Kiruna geben.
Ich hatte ja eigentlich vor, mit dem Nachtzug zu fahren; das dauert etwa zwanzig Stunden. Weil ich am Tag vorher aber noch in Stockholm sein muss, wird es wohl doch das Flugzeug werden. Stattdessen werde ich mir wohl vor der Heimreise ein paar Tage Zeit nehmen, um ein wenig mehr zu sehen. Schließlich war ich erst einmal so weit “oben”, zum Wandern von Katterjokk aus.
Nun stellt sich die Frage, was genau man machen soll. Zum Zelten in der Wildnis dürfte es schon zu spät sein, es bleiben also höchstens Tagestouren von einer Hütte aus. Alternativ könnte man die Städte Luleå und Umeå auf dem Heimweg mit dem Zug abklappern oder sogar die gemütliche Inlandsbanan nehmen und in Dalarna ankommen. Ich habe angefangen in meinem Lonely Planet Reiseführer zu blättern – über Tipps in den Kommentaren freue ich mich trotzdem…
Abseits von den Bildern, die ich hier zwischen die Texte streue und die man auch in der Galerie anschauen kann, stelle ich regelmäßig mein ganzes Bildarchiv auf thomasmarquart.net/gallery.html online. Ich habe gerade auch die Bilderserien aus der letzten Zeit in diese Übersicht gepackt und ein paar Begebenheiten wurden an dieser Stelle ja auch schon erwähnt:
Es ist Anfang August und wir sind mittendrin, im rötmånad, dem Monat, in dem Essen schneller schlecht wird, als sonst. Gemeint ist die Zeit zwischen Ende Juli und Ende August, in die normalerweise die heißesten und feuchtesten Tage des Jahres fallen. Das Deutsche hat auch einen sehr schönen Begriff dafür: die Hundstage.
Das Wort rötmånad hat mit dem schon erwähnten Essen zu tun. Röta ist nämlich das Substantiv zu ruttna (dt. “verrotten, verderben”) und der rötmånad ist dementsprechend der “Monat des Verrottens”. Neben dem schlecht gewordenen Essen – allem voran Milch – und den damit einhergehenden Lebensmittelvergiftungen rankten sich früher in der Bauerngesellschaft noch andere Mythen um diese Zeit, wie dass mehr missgebildete Kälber geboren werden. Eine fantastische, unglaubwürdige Geschichte kann man auch heute noch rötmånadshistoria nennen.
Und stimmt es? Nja. Es wäre zumindest übertrieben, seine Essgewohnheiten zu ändern. Aber ich kam nicht per Zufall heute auf dieses Wort. Sowohl im ansonsten stark unterkühlten Supermarkt um die Ecke als auch im heimischen Kompost habe ich in den letzten Tagen zum ersten Mal in diesem Jahr Fruchtfliegen entdeckt. Außerdem gab es doch tatsächlich mindestens einen Tag diese Woche mit so hoher Luftfeuchtigkeit und Schwüle, dass ich kurz daran erinnert wurde, was ich nicht am deutschen Sommer vermisse.
Platz und Quelle Eriks des IX., alias Erik der Heilige, direkt unterhalb des Doms in Uppsala, wo er auch begraben liegt.