Bewaffneter Deutscher in Schweden?

The Local schreibt (E):

Die Polizei warnt, dass ein bewaffneter und geistig instabiler Deutscher auf dem Weg nach Schweden sein könnte. Als der Mann von seinem Zuhause in Süddeutschland verschwand, sagte er, er wolle nach Schweden reisen. Die Polizei in Dänemark und Schweden hält Ausschau, hat aber bisher weder ihn noch sein Auto entdeckt.^1^

Man weiß hier schon, warum man Deutschen eine gewisse Skepsis entgegenbringt.

^1^ Übersetzung von mir.

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Mängel altbekannt

Ein Großteil der im letzten halben Jahr bekannt gewordenen Sicherheitsmängel im Kernkraftwerk Forsmark waren seit 2005 bekannt (S).

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Nationaltag der Samen

Samische Flagge.
Bild:

Der Rainer war schneller:

Der 06. Februar ist der Nationaltag der Samen, der Urbevölkerung von Lappland. [...] Samische Bevölkerung gibt es traditionell in den nördlichen Teilen Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands. Die Samen haben ein eigenes Parlament, das “Sametinget”, dessen Homepage auch Informationen in deutscher Sprache anbietet. In Stockholm kann man den Nationaltag im Freilichtmuseum Skansen begehen. Zum ersten Mal weht heute auch die samische Flagge auf dem Stockholmer Stadshuset.

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IKEAs Steuertricks

Eine ältere Sendung von “Monitor” beleuchtet die Steuertricks von IKEA. (via)

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Schwedische Filme bei der Berlinale

Vom 8. bis 18. Februar findet die Berlinale statt und dort gehen auch schwedische Filme an den Start. Die schwedische Botschaft schreibt dazu:

Im Wettbewerbsprogramm der 57. Berlinale stehen in diesem Jahr fünf schwedische Filme:

Sektion Panorama
Anders Nilsson: “När mörkret faller” (“Wenn es dunkel wird”)

Generation Kplus
Ylva Gustavsson u. Catti Edfeldt: “Förortsungar” (“Abgerockt”)

Generation Kplus – Kurzfilme
Johan Hagelbäck: “Pilgrimsgrodorna” (“Pfeilgiftfrösche”)
Lennart u. Ylva-Li Gustafsson: “Ville och vilda kanin” (“Willi und das wilde Kaninchen”)
Andreas Tibblin: “När Elvis kom på besök” (“Als Elvis zu Besuch kam”)

Der diesjährige Shooting-Star aus Schweden heißt Gustaf Skarsgård.

Leider habe ich keinen der genannten Filme selbst gesehen.

(via, S)

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Offene Türen

Jakarta ist überflutet und wie so oft betrifft es die Armen am meisten. Ein Mitarbeiter der schwedischen Botschaft dort, dessen Haus verschont wurde, hat seine Türen geöffnet, den Nachbarn zum Einkaufen geschickt und beherbergt vorübergehend 60 Leute (S) unter seinem Dach.

Was mich daran erinnert, dass auch unser Gästezimmer und -bett prinzipiell zur Verfügung stehen, falls einer der Leser mal in die Nähe kommt. Aber bitte nicht 60 auf einmal.

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Des Königs Schafe

Des Königs
Schafe

Der Hügel, der sich links im Vordergrund erhebt, ist Kung Björns Hög (S). Dieses Hügelgrab des historisch nicht bestätigten Königs Björn ist etwa 3000 Jahre alt und liegt zwanzig Minuten zu Fuß von meiner Haustür im Naturschutzgebiet Hågadalen.

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Geständnis zum Palme-Mord?

Der Hauptverdächtige zum Mord am schwedischen Premierminister Olof Palme vor 21 Jahren starb im Herbst 2004. Jetzt wird von Briefen und einem mündlichen Geständnis gegenüber seiner Freundin berichtet. Eine “Sensation” ist das in Schweden aber nicht wirklich.

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Carl Bildts Blog

Es dauerte nicht lange, bis das neue Blog des schwedischen Außenministers Carl Bildt in Schweden bekannt wurde. Er legt ein hohes Tempo vor: In der ersten Woche hat er 34 Beiträge geschrieben und die 35.000 Besucher haben bereits über 200 Kommentare hinterlassen, viele davon im Stil von “Hallo Carl. Toll, dass du jetzt auf Schwedisch bloggst und uns an deinem Alltag teilhaben lässt. Weiter so!”.

Er liest wohl auch die Kommentare und antwortet gelegentlich darauf. Es ist beeindruckend, wie er die Zeit dafür findet, denn bloggen nimmt mehr Zeit in Anspruch, als man denkt. Ich gehe natürlich davon aus, dass er in der Tat alles selbst schreibt und für alles Weitere setze ich voraus, dass die Beiträge auch tatsächlich seiner eigenen Meinung entsprechen und nicht aus reiner Berechnung entstammen. Bisher gibt es zumindest keinen Grund, daran zu zweifeln.

Diese Art von direktem Kontakt mit dem Volk wird angeblich nicht nur positiv gesehen. Stimmen aus dem Außenministerium befürchten (S, halbseriöse Quelle), dass er sich mit spontanen Äußerungen oder Antworten auf Kommentare einmal in den Sand setzen könnte, zum Beispiel, wenn er sich nach ein paar Bier an den Rechner setzt.

Er benutzt das Blog in einigen Beiträgen als Gegengewicht zur Berichterstattung der Medien. Wenn er nach einer Pressekonferenz von Reportern nicht zu den Themen, die auf der Tagesordnung standen, befragt wird, sondern zum X-ten Mal zu seinen privaten Finanzen, dann bringt er Auszüge aus seiner Rede noch einmal im Blog. In einem Beitrag bestätigt er eigene Fehler (S) bei der Deklaration von Aktienoptionen, die ein Fernsehbericht aufgedeckt hatte. Damit umgeht er die etablierten Medien und zwingt sie gleichzeitig, sich auf sein Blog zu berufen.

Ich kann mir also gut vorstellen, dass klassische Journalisten nicht glücklich über das Blog sind, vor allem wenn es weiter an Popularität gewinnen sollte. Es bedeutet eine Verringerung ihrer Macht als Filter zwischen Politik und Bürgern. Das ist gut, wenn man von sensationslüsternen Medien ausgeht, die schwierigere Sachfragen nur am Rande behandeln. Andererseits sähe ich eine gewisse Gefahr darin, wenn Leute nur noch direkt auf eine charismatische Führerpersönlichkeit hören würden und die wichtige kritische Berichterstattung zur “Macht” unterwandert würde. Dazu passt, dass er sich abfällig über die Medienberichte zum – zugegebenermaßen lächerlichen – “Skandal” äußert (S), dass Politiker die regierungseigenen Flugzeuge für Dienstreisen benutzen.

Ansonsten schreibt Bildt in seinem Blog auch nüchtern darüber, welche Themen er wo und wann in der laufenden Woche bereden wird und erzählt auch einmal Anekdoten wie die, dass er vor genau 13 Jahren als schwedischer Premierminister mit Bill Clinton die weltweit erste Email zwischen Staatschefs ausgetauscht hat. Das wurde natürlich vorab per Telefon arrangiert.

Wegen des guten Starts hat sich Carl Bildt entschlossen, das Blog weiterzuführen und ich werde ihn weiterhin aufmerksam verfolgen und hier darüber schreiben. Alle bisherigen und zukünftigen Artikel dazu sind über das Schlagwort BildtBlog auffindbar.

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Diskussion um den Euro

Ziemlich unerwartet äußert sich Maud Olofsson, Chefin der schwedischen Centerpartiet und Gegnerin der europäischen Währungsunion bei der Volksabstimmung 2003, mitterweile weniger ablehnend zum Euro. (S).

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