Wort der Woche: Licentiat

Das licentiatexamen (dt. Lizenziat) ist ein akademischer Abschluss, der zwar eigentlich vor langer Zeit in Schweden abgeschafft wurde, aber jetzt wieder von Doktoranden bestimmter Fächer verlangt wird. Man legt dieses Examen dann etwa zur Halbzeit seiner vier Jahre als Doktorand ab.

So auch ich. Das bedeutet, dass ich Anfang kommender Woche eine kleine Abhandlung einreichen muss, über die ich dann in drei Wochen einen Vortrag halte und von einem externen Gutachter Fragen gestellt bekomme. Deshalb ist es momentan etwas ruhiger auf Fiket und das heutige Wort der Woche ziemlich kurz. ;-)

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Erster Schwede im Weltraum

Missionslogo

Sollte ich mich als Astronom mehr für Raumfahrt interessieren als ich es tue? Tatsache ist nun einmal, dass die bemannte Raumfahrt ziemlich wenig zu astrophysikalischen Erkenntnissen beiträgt, vielleicht von der Reparatur des Hubble Weltraumteleskops abgesehen.

In Kürze soll jedoch der erste Schwede, Christer Fuglesang, mit einem Space Shuttle zur ISS aufbrechen und dort allerlei Arbeiten verrichten. Die schwedischen Medien verfolgen jedes Detail der Vorbereitungen aufmerksam. Zum Beispiel wird er seinen Kollegen während der Mission ein eigens abgestimmtes “typisch schwedisches” Essen auftischen – mit Elchfleisch.

Wenn nichts dazwischen kommt, wird Fuglesang am 8. Dezember aufbrechen.

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Svenska Lantchips

Die schwedischen Landchips (S) sind Kartoffelchips, denen man noch ansieht, dass sie von der braunen Knolle kommen. Die Schale ist an der Kante jedes Chips auszumachen und sie sind etwas härter als “normal”. Alles in allem sehr lecker, finde ich.

Und Leute in Amerika scheinen mir zuzustimmen, denn dort entwickeln sich die svenska lantchips, die von einem recht kleinen Familienbetrieb in Södertälje hergestellt werden, gerade zu einem Verkaufschlager (S).

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Auswanderungsgründe

Viele Deutsche spielen nicht nur mit dem Gedanken auszuwandern, sondern tun es auch. Schweden steht wohl recht hoch auf der Liste der Zielländer – die Gründe sind vielfältig und sollen jetzt nicht dargelegt werden.

Stattdessen möchte ich auf die Liste mit Auswanderungsgründen aus Deutschland auf Telepolis hinweisen. Keiner davon war zwar ein Grund für mich und ich stimme auch nicht mit allen Punkten überein, aber lesenswert sind sie allemal.

Mein Favorit:

Weil einer wie Edmund Stoiber es beinahe zum Bundeskanzler geschafft hätte.

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Anna Ternheim

Anna Ternheim

Gestern Abend im Katalin: Anna Ternheim. Sehr schönes Konzert, beeindruckende Stimme.

Anna Ternheim

Anna Ternheim

Anna Ternheim

Anna Ternheim

Anna Ternheim

Wer noch mehr sehen will, schaue hier. :-)

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Schweden am Pranger

Das Thema ist nicht neu, aber auch aufgewärmt nicht weniger wichtig:

Die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen hat Schweden wegen der Abschiebung zweier Ägypter verurteilt. Wie das UN-Gremium in New York mitteilte, hat Schweden die Konvention gegen Folter verletzt. Die beiden Männer waren im November 2001 auf dem Flughafen Stockholm-Bromma Beamten des US-Geheimdienstes CIA übergeben und nach Ägypten ausgeflogen worden. Die CIA verdächtigte die Männer, an terroristischen Aktivitäten beteiligt zu sein. In ihrem Herkunftsland soll mindestens einer der beiden Ägypter von ägyptischen Beamten gefoltert worden sein.

(Bis auf Rechtschreibfehler vom SR zitiert)

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Nyamko Sabuni

Nyamko Sabuni ist Integrationsministerin. Sie ist außerdem afrikanischer Herkunft, nicht-praktizierende Muslimin und umstritten, weil sie sich nicht scheut, Meinungen zu vertreten, die in gewissen gesellschaftlichen Gruppen unpopulär sind. Sie setzt sich unter anderem für ein Kopftuchverbot von Mädchen unter 15 Jahren ein und für die Abschaffung von religiösen Schulen. Bei letzterem Punkt denke ich zwar eher an Livets Ord als an die Rekrutierung von muslimischen Selbstmordattentätern, wie Sabuni es tut, aber die Richtung stimmt.

Ob sie mit dem Vorschlag, Mädchen zu einer gynäkologischen Untersuchung zu zwingen, um Fälle von Genitalverstümmelung aufzudecken, zu weit ging, sei dahingestellt. Für eben diesen Tatbestand kann man übrigens in Schweden belangt werden, auch wenn es im Ausland durchgeführt wurde. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch wirklich: Die erste diesbezügliche Verurteilung war vor kurzem.

Etwas mehr über Sabuni hier.

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Hochhäuser von Flogsta verkauft

Flogsta
Hochhäuser

Die Hochhäuser mit Studentenwohnungen in Flogsta, einem Stadtteil am westlichen Ende von Uppsala, werden für eine Milliarde Kronen verkauft (S). Ich habe dort selbst mit Unterbrechung fast zwei Jahre gewohnt, mir mit jeweils 11 Leuten die Küche geteilt und den Flogstaschrei genossen.

Jedes Haus hat eine Sauna auf dem Dach, in der nach der Renovierung jetzt nicht mehr alles erlaubt ist. ;)

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Turm zum Einfärben

Der Turm von Colour By Numbers, Bild: Malin Arnesson,
www.colourbynumbers.org

In Stockholm gibt es das Projekt Colour By Numbers. In einem Turm sind auf allen Stockwerken verschiedenfarbige Lampen angebracht, deren Farbe jedermann ändern kann. Nachdem man eine bestimme Nummer gewählt hat, kann man durch Tastendruck die Farbkanäle Rot, Grün und Blau der einzelnen Fenster regeln und so das momentane Aussehen des Turmes bestimmen. Eine Webcam gibt es natürlich auch.

Ich gebe zu, dass ich die Aktion Blinkenlights des CCC origineller fand. Ich habe zwar keine der beiden live gesehen, aber erstens gab es Blinkenlights schon vor fünf Jahren und zweitens stelle ich mir die Animationen auf der gesamten Hochhausfront abwechslungsreicher vor, als die Farbe des Turms zu ändern. Ich hätte gerne einmal auf dem Berliner Hochhaus Pong gespielt.

Wer trotzdem den Turm einfärben will: Die Nummer ist 0046 70 57 57 807. :-)

(via)

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